Rund 60 000 Euro verschlangen die Instandsetzungsarbeiten an einem Haus in der Mohrenstraße. Dafür gab es zwar keine Fördermittel. Aber der Eigentümer erhielt nun für sein Engagement eine Auszeichnung.
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Der langjährige Vorsitzende der Gemeinschaft, Hans-Heinrich Eidt, würdigte das besondere Engagement, das Horst Weingarth mit dem Erhalt des 134 Jahre alten Gebäudes erbracht habe. Die Sanierungskosten bezifferte Weingarth mit rund 60 000 Euro. „Horst Weingarth musste bei der Maßnahme ohne jegliche öffentliche Förderung auskommen“, betonte Eidt und ergänzte, dass es die Auszeichnung nicht dafür gebe, wenn eine Heizung ausgetauscht oder ein Fußboden erneuert werde. Die Entscheidungsträger bei der Gemeinschaft Stadtbild Coburg habe Weingarth mit seinem Blick aufs Detail überzeugt. So wurde etwa die Fassade aufwendig saniert, ohne das Erscheinungsbild in Mitleidenschaft zu ziehen. Auch wurde ein Deckengemälde fachgerecht erneuert. Viel Geld floss darüber hinaus in die Sanierung der Wohnungen in dem Gebäude.
Ein Geheimnis hält der Garten hinter dem Haus bereit. Verborgen von Blicken von außen, steht hier ein denkmalgeschützter Gedenkstein, der indirekt dafür sorgte, dass die Häuserfronten in der Mohrenstraße erhalten blieben. Horst Weingarth erzählte, dass ein Konzern gegenüber dem ehemaligen Kaufhof ein Kaufhaus errichten wollte. Die Kaufverträge für die Gebäude, die der Spitzhacke zum Opfer fallen sollten, waren schon unterschrieben, da habe sich der Denkmalschutz gemeldet und die Planer darauf aufmerksam gemacht, dass der Gedenkstein erhalten bleiben müsse. „Daraufhin wurden die Kaufverträge rückabgewickelt, und das Kaufhaus wurde nicht gebaut“, berichtete Weingarth. Auch den Gedenkstein und sein Umfeld unterzog er einer Verschönerungskur, was Hans-Heinrich Eidt besonders hervorhob.