Coburger Stadtrat entscheidet Keine wärmende Decken für Grundschüler

Um die Virenlast in Klassenzimmern zu senken, muss regelmäßig gelüftet werden. Um Kinder vor Kälte zu schützen, beantragten die Grünen, dass die Stadt Coburg wärmende Decken kauft. Der Vorstoß scheitert im Stadtrat mit deutlicher Mehrheit. Foto: picture alliance/dpa/Guido Kirchner

In der Corona-Pandemie müssen Klassenzimmer regelmäßig gelüftet werden. Deshalb könnten Kinder frieren. Das wollen die Grünen in Coburg verhindern, scheitern aber mit ihrem Antrag im Stadtrat.

Coburg - Trotz eines flammenden Appells von Melanie Becker (Grüne) hat es der Coburger Stadtrat am Donnerstag abgelehnt, „warme, kindgerechte, farbenfrohe und nachhaltig produzierte Decken für alle städtischen Grund- und Förderschulen bis einschließlich der 4. Klassen“ anzuschaffen. Nur acht Stadträtinnen und Stadträte befürworteten den Antrag der Grünen.

Vor der Abstimmung hatte Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) auf eine Vereinbarung mit den im Stadtrat vertretenen Fraktionen verwiesen. Mitte des Jahres hatte man sich im Zuge der Diskussion über die Installation von Lüftungsanlagen in Klassenzimmern, die in der Corona-Pandemie hochgekommen ist, darauf geeinigt, keine Decken für Schüler anzuschaffen. Melanie Becker hatte sich schon damals dagegen ausgesprochen. Deshalb der Antrag.

Die Grünen-Stadträtin verwies am Donnerstag darauf, dass Klassenzimmer regelmäßig gelüftet werden müssen, um die Virenlast zu verringern. Es wäre ein Zeichen der Fürsorge, Schüler in der kalten Jahreszeit bestmöglich zu begleiten. Die Stadträtinnen und Stadträte sollten sich zudem fragen, ob solche Decken „nicht auch ein bisschen das Herz wärmen können“, sagte Melanie Becker, drang damit aber bei der Mehrheit nicht durch.

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