Stadtrat Kronach Bürgermeisterin wirbt für Marienplatz und Parkplatz

Zwei Tiefbauprojekte in Kronach beschäftigen am Montag den Stadtrat. Rathauschefin Angela Hofmann wendet sich im Vorfeld mit einer Bitte ans Gremium.

Der Kronacher Marienplatz: Hier sollen neue Laubbäume gepflanzt werden. Foto: Stadt Kronach

Am kommenden Montag beschäftigt sich der Kronacher Stadtrat mit den Tiefbaumaßnahmen in der Innenstadt. Hierbei soll insbesondere auf die Bedeutung der Umbauarbeiten und auf die detaillierten Gesamtkosten der beiden Maßnahmen am Parkplatz Rosenau und am Marienplatz eingegangen werden, die seit Juli feststehen.

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Parkplatz Rosenau

  • Ziel der Maßnahme ist die Aufwertung des Stadtbildes, die Verbesserung der Belagsqualität sowie die Optimierung des Oberflächenwassermanagements auf der gesamten Parkfläche. Durch Grünflächen und Baumpflanzungen soll der zunehmenden innerstädtischen Versiegelung entgegengewirkt werden. Die Maßnahme ist bereits begonnen und entwickelt sich planmäßig.
  • Die detaillierte Kostenübersicht ergibt nun weitere Ausgaben in Höhe von knapp 160.000 Euro, die in dieser Höhe noch nicht eingeplant waren. Diese können jedoch aus nicht ausgeschöpften Haushaltsmitteln gedeckt werden. Es entstehen letztendlich Gesamtkosten in Höhe von knapp 463.000 Euro. Der städtische Eigenanteil liegt bei 340.000 Euro. Die Gesamtkosten enthalten neben den Tiefbaumaßnahmen auch die Kosten für Bäume und Planungskosten.

Neugestaltung der Baumreihen am Marienplatz

  • Ziel der Maßnahme ist es, ein ansprechendes Erscheinungsbild zu schaffen, die optische Gliederung der Verkehrsflächen zu verbessern und dadurch die Verkehrssicherheit am Marienplatz in Kronach zu erhöhen. Zudem schaffen die sechs neu zu pflanzenden Laubbäume über die Verdunstung eine Abkühlung während der Hitzeperioden. Die Bäume werden aus unterirdischen Zisternen mit gesammeltem Regenwasser versorgt.
  • Hierbei entstehen Gesamtkosten in Höhe von knapp 573.000 Euro. Die Gesamtkosten enthalten neben den Tiefbaumaßnahmen auch die Kosten für Bäume, Mobiliar und Planungskosten.
  • Die überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 254.000 Euro resultieren aus unvorhersehbaren Mehraufwendungen, da wichtige Infrastruktur im Untergrund vor Eingriffen geschützt werden muss. Dies wurde bei der detaillierten Kostenermittlung offenkundig. Die Mehraufwendungen können über den städtischen Haushalt gedeckt werden.

Insgesamt ergebe sich damit ein Finanzbedarf für die Stadt in Höhe von knapp 413.000 Euro, der bisher nicht eingeplant war, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Kronach. Dass es zu höheren Gesamtkosten kommt, als überschlägige Schätzungen im Vorfeld ergeben haben, sei jedoch nicht ungewöhnlich. Da im Laufe der Planung von Bauprojekten immer wieder Faktoren auftreten, die im Vorfeld nicht vollständig berücksichtigt werden könnten, so die Begründung. Der Stadtrat muss nun am Montag entscheiden, ob die beiden Neugestaltungen durchgeführt werden.

Bürgermeisterin Angela Hofmann bittet in einer Pressemitteilung vom Freitag um Verständnis, dass die ermittelten detaillierten Gesamtkosten nicht in der Stadtratssitzung vom Juli 2025 und damit vor der Vergabe im August 2025 zur Beschlussfassung vorgelegt wurden. Sie wirbt für die Umsetzung der stadtbildprägenden Projekte, „da hierdurch die Entwicklung der Innenstadt maßgeblich aufgewertet wird – was in diesen Tagen entscheidender denn je ist“, so Angela Hofmann. Angesichts der Bedeutung beider Projekte für die Innenstadt mit Einzelhandel und Gastronomie bittet sie um Freigabe der Maßnahmen, deren Mittel im Haushalt darstellbar seien, wie es in der Pressemitteilung heißt.