Stadtrat Viel zu tun in Wallenfels

Rainer Glissnik

Die Stadtverwaltung hat heuer einiges zu erledigen. Dabei geht es auch um zwei Gerätehäuser und einen Gottesacker.

Die neue Einfriedung für den Friedhof in der Schnaid ist fast fertig. Foto: Stadt Wallenfels

Auf die Wallenfelser Stadtverwaltung kommt in den nächsten Monaten viel Arbeit zu. Das zeigte sich bei der Stadtratssitzung am Dienstag. Neu auf der Liste der Vorhaben ist das Feuerwehrhaus Neuengrün. „Dieses Projekt muss uns heuer begleiten“, sagte Bürgermeister Jens Korn (CSU). Das Erdgeschoss müsse trockengelegt werden, außerdem solle umgebaut werden, so Korn. Beim Feuerwehrhaus Wallenfels wird gerade das Dach ausgemauert. Mitte Februar sollen Tore und Fenster eingebaut werden. Ab März ist der Innenausbau vorgesehen. „Wir sind zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten“, erklärte Geschäftsleiter Christoph Hohlweg.

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Beim Kneipppark im Leugnitztal müssen Bauantrag und wasserrechtliche Erlaubnis zügig erarbeitet werden. Die Planungen müssten nun schnell abgeschlossen werden, hieß es. Bei den Vorarbeiten zur Generalsanierung im Freibad machte die beauftragte Firma Vermessungen. Kurios am Rande: Das 50-Meter-Becken weist nur eine Länge von 48,75 Metern auf. Hier sei viel Arbeit zu leisten, zumal die Sanierung 2026 beendet sein soll, sagte der Bürgermeister.

Provisorium bis Ende März

Eine gute Nachricht hatte er zur Gemeindeverbindungsstraße Lorchenmühle – Mittlere Schnaid. Die Regierung von Oberfranken habe informiert, dass dieses Bauvorhaben für eine Förderung vorgemerkt sei. „Die Strecke hat es nötig, wir müssen etwas tun“, so Korn. Manches sei allerdings nicht so gelaufen, wie gewünscht, räumte er ein. So musste beim Ausbau „Am Fallenholz“ ein Provisorium geschaffen werden, weil die Baufirma zum Jahresende nicht so weit gekommen sei, wie sie es zugesagt hatte. Es habe ein intensives Gespräch mit der Firma gegeben, berichtete der Rathauschef. Dabei habe die Stadt klargemacht, dass sie mit dem Fortschritt der Bauarbeiten und der Absicherung nicht zufrieden sei. Das ganze Jahr über seien zu wenige Bauarbeiter im Einsatz gewesen. „Wir sind nicht bereit, die Kosten für dieses Provisorium zu tragen“, betonte Korn. Bis Ende März soll das Provisorium bleiben, danach gehe es weiter.

Nacharbeiten in der Schützenstraße

Bei der Neugestaltung in der Schützenstraße 15/16 wurden die Pflanzarbeiten an die Firma Feustel vergeben. Sobald es die Witterung zulässt, werden diese erfolgen. Nicht zufrieden ist die Stadt mit den Asphaltierungsarbeiten, weil sich viele Pfützen bildeten. „So geht es nicht“, sagte der Bürgermeister. Hier werde nachgearbeitet, aufgefräst und neu aufgebaut.

Für die Marktplatzmaßnahmen findet diese Woche eine Videokonferenz mit Planern und Wasserwirtschaftsamt statt. Auch die Gewährung von Bedarfszuweisungen erfordert einigen Aufwand. 800 000 Euro an Stabilisierungshilfen sicherte der Freistaat zu, allerdings verbunden mit Auflagen. Beschlossen wurde die Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzepts. Bei vier Darlehen endet heuer die Zinsfestschreibung. Die Zuweisungen sollen zur ordentlichen Tilgung herangezogen werden. Ziel ist es, den Haushalt im April zu verabschieden.

Fortschritte beim Alten Schulhaus

Fast beendet sind die Bauarbeiten am Friedhof in der Schnaid. „Das schaut gut aus“, freute sich Korn. Die Einfriedung ist fast komplett, sie stammt von der Firma Zaunbau Reuther in der Hinteren Schnaid. Auf Anregung des Bauhofes wurde eine Zufahrt geschaffen.

Im Rahmen der einfachen Dorferneuerung Wolfersgrün gab es in den vergangenen Wochen Fortschritte beim Alten Schulhaus. Wenn weiter alle an einem Strang ziehen, könne man den Zeitplan bis Ende Juni einhalten, hofft der Rathauschef.

Das Fehlen einer behindertengerechten Toilette im Kulturzentrum sprach Marco Fischer (FW) an. Es gibt eine Anfrage, ob man bis zum Büttenabend eine Lösung schaffen könne. „Es ist ein berechtigtes Anliegen, dem wir nachkommen wollen“, versicherte Jens Korn. Die Hoffnung auf einen einfachen Umbau im Bestand habe sich aber zerschlagen, weil die Tür zu schmal sei. Hinter der Bühne habe sich eine Möglichkeit eröffnet, eine Toilette umzubauen. Das gehe aber nicht so schnell, solle aber unbedingt erfolgen. Aus der nichtöffentlichen Stadtratssitzung wurde berichtet, dass der Auftrag für die Fachplanung der technischen Gebäudeausrüstung an das Ingenieurbüro KEW Kronach ging, für 49 910 Euro. Der Auftrag für Tragwerksplanung/Statik ging für 26 677 Euro an die Ingenieurgesellschaft Schlicht und Fischer, Kronach. Die Trockenbauarbeiten beim Umbau des Gebäudes Marktplatz 4 übernimmt die Firma Malermeister Frieser, Bad Lobenstein, für 42 129 Euro.

Multifunktionshalle und Freibad

Für die Errichtung einer Multifunktionssportstätte im ehemaligen Hallenbad und für die Generalsanierung der Schulsporthalle wurde der Auftrag für die Objektplanung an das Büro Schöttner, Wallenfels, für 48 209 Euro vergeben.  Der Planungsauftrag für die Generalsanierung des Freibads wurde an das Büro Lauer und Lebok Partner in Lichtenfels für 48 516 Euro vergeben.