Stadtrat zu Coburg Hartan tadelt Zimmermann

Die Zahlen seien gezielt hochgerechnet worden, deutete der FDP-Politiker in der Sitzung am Donnerstag an. Foto: Frank Wunderatsch/Neue Presse

Der Antrag der Liberalen, über die Sommermonate das Stadtbusangebot auszuweiten, wird von SPD, CSU und Co. abgeschmettert.

Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr sah sich die zweiköpfige FDP-Gruppe im Stadtrat, eine Fraktion beginnt erst ab drei zusammengehörigen Mitgliedern, in der Sitzung am Donnerstag mit einem ihrer Anträge allein auf weiter Flur. Michael Zimmermann und Hans-Heinrich Eidt hatten gefordert, das Stadtbusangebot künftig über die Sommermonate auszuweiten, konkret: die Tagestaktung von April bis September auf die Zeit bis 22.30 Uhr auszudehnen. Zunächst, so ist in dem Antrag nachzulesen, solle dazu ein Testlauf im kommenden Jahr vorgenommen werden.

Mindestens 450 000 Euro würde ein solcher kosten, berichtete Dominik Sauerteig (SPD) am Donnerstag, der Oberbürgermeister bezog sich damit auf eine Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft ÖPNV für Stadt und Landkreis Coburg: „Ich habe das Gefühl, dass es schon ein Kraftakt wird, auf die Fahrgastzahlen von vor Corona zurückzukommen.“ Eine Ausweitung halte er daher aktuell nicht für den richtigen Schritt.

Zimmermann deutete in seiner Replik unverhohlen an, dass die Zahlen gezielt hochgerechnet worden seien. Was Hans-Herbert Hartan (CSU), den zweiten Bürgermeister, merklich erboste: „Dieses Infragestellen der Expertise unserer Mitarbeiter, ich bitte Sie, das künftig zu unterlassen.“

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