Stadtratsantrag von Pro Coburg Könnten Einsparungen zurückgenommen werden?

Durch die höheren Gewerbesteuereinnahmen sollen die jüngsten Sparmaßnahmen der Stadt nochmal überprüft werden: Das zumindest fordert die Wählergemeinschaft Pro Coburg.

Durch die höheren Gewerbesteuereinnahmen entspannt sich die Finanzlage der Stadt Coburg. Foto: NP-Archiv/Michael von Aichberger

Nachdem die Gewerbesteuereinnahmen in Coburg deutlich höher ausgefallen sind, soll die Verwaltung die im Haushalt 2025 beschlossenen Sparmaßnahmen überprüfen, ob diese teilweise oder vollständig zurückgenommen werden können. Dafür setzt sich die Stadtratsfraktion der Wählergemeinschaft Pro Coburg, bestehend aus Jürgen Heeb, Tuncer Yilmaz, Peter Kammerscheid, Matthias Schmidt, Thomas Apfel, Antoinetta Bafas und Andreas Engel in einem Stadtratsantrag ein.

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In dem Schreiben für die Sitzung am 26. März heißt es: „Besonders zu prüfen sind jene Einsparungen, die unmittelbare Auswirkungen auf Familien, Kinder und Jugendliche, Bildungsangebote, kulturelle Einrichtungen sowie das ehrenamtliche Vereinswesen haben.“ Für besonders dringliche Maßnahmen solle die Verwaltung laut Antrag kurzfristige Handlungsvorschläge erarbeiten, die bereits vor der nächsten Haushaltsberatung umgesetzt werden können.

Finanzielle Spielräume sollen genutzt werden

Die Stadtratsfraktion der Wählergemeinschaft betont: „Die Haushaltsplanung 2025 stand unter dem Eindruck einer angespannten Finanzlage, die zu umfangreichen Sparbeschlüssen führte.“ Diese Einsparungen betrafen demzufolge in besonderem Maße Bereiche, die für den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität in Coburg von zentraler Bedeutung seien: Familienangebote, Bildungs- und Betreuungsstrukturen, kulturelle Einrichtungen sowie das vielfältige Vereinsleben.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen sei es wichtig, jene Strukturen zu stärken, die Teilhabe ermöglichen, Integration fördern und das kulturelle sowie soziale Leben der Stadt tragen. Die Fraktion bekräftigt: „Eine Rücknahme ausgewählter Einsparungen wäre ein wichtiges Signal an Familien, Kinder und Jugendliche, Kulturschaffende und Ehrenamtliche, dass Coburg seine Verantwortung ernst nimmt und die neu entstandenen finanziellen Spielräume zielgerichtet nutzt.“