Stadtratsantrag zum Aquaria FDP lehnt Verkauf und Umnutzung ab

Die Freifläche des Freibads und das Hallenbad-Gebäude sollen nicht veräußert werden. Das fordern zumindest die beiden Liberalen im Coburger Stadtrat.

Ist die Süc noch der richtige Betreiber fürs Aquaria? Diese Frage stellen sich die FDP-Stadträte Hans-Heinrich Eidt und Michael Zimmermann. Foto: NP-Archiv/Michael von Aichberger

Der Stadtrat soll den von der Süc ins Gespräch gebrachten Verkauf der Freifläche des Aquaria und des Hallenbad-Gebäudes nicht zustimmen. Das fordern zumindest die beiden FDP-Stadtratsmitglieder Hans-Heinrich Eidt und Michael Zimmermann in einem Antrag, den sie am Mittwoch an Oberbürgermeister Dominik Sauerteig adressiert haben.

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„Soweit die Süc lediglich Betreiber und die Stadt Coburg Eigentümer des Aquaria ist, möge der Stadtrat beschließen, dass die Freifläche des Aquaria und das Gebäude des jetzigen Hallenbades nicht veräußert werden. Eine Umwidmung des Geländes in eine anderweitige Nutzung wird abgelehnt“, heißt es wörtlich in dem Schreiben.

Besucherrückgang durch Attraktivitätsverlust

Der vom Stadtrat bewilligte Neubau des Aquaria-Hallenbades sieht demnach eine weitgehende Abwicklung des derzeitigen Freibades vor. Als Begründung diene der Besucherrückgang der vergangenen Jahre, was ein Freibad in der jetzigen Form überflüssig mache. „Diese Einschätzung teilen wir nicht. Ursache des Besucherrückgangs ist aus unserer Sicht der Verlust der Attraktivität des Coburger Freibades.“ Als Beispiel nennen die beiden Stadträte die Schließung des Wellenbades und des Sprungturms.

„Die große Sportfläche wurde dem Wohnmobilstellplatz geopfert, die Trampoline wurden abgebaut. Bis auf das Hundeschwimmen bemühte sich der Betreiber um keine die Attraktivität steigernden Veranstaltungen oder Anpassung der Öffnungszeiten“, ist sich die FDP sicher. Deshalb müsse auch die Frage erlaubt sein, ob die Süc noch der richtige Betreiber für das Aquaria sei.

Umnutzung des Geländes muss ausgeschlossen werden

„Aus unserer Sicht ist für Coburg als Oberzentrum ein attraktives Freibad unabdingbar, gerade um auch die Attraktivität Coburgs für jüngere Generationen zu erhalten“, heißt es in dem Antrag weiter. Das sei sowohl wichtig für die Lebensqualität der Bürger, als auch für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts – und dies gerade in Anbetracht der zu erwartenden Zunahme der heißen Tage aufgrund des Klimawandels.

„Um die derzeitige Entscheidung des Stadtrates bezüglich des Freibades des Aquaria jederzeit revidieren zu können, ist jede Umnutzung des Geländes in den nächsten Jahren auszuschließen.“