Start-up aus Sonnefeld Sie wollen die Vereinsarbeit mit KI vereinfachen

Die Gründer von Sportypost, einem Start-up aus dem Coburger Land, haben eine digitale Geschäftsstelle für Sportvereine entwickelt. Sie soll Ehrenamtlichen viel Zeit sparen.

Das Gründerteam von Sportypost (von links): Louis Kappenberger (Founder) und Phillip Jungkunz (Co-Founder). Foto: Zukunft.Coburg.Digital

Viele Vereine kennen das Problem: Mitgliederverwaltung, Sponsorenbetreuung, Social Media, Dokumente und wiederkehrende Anfragen kosten Ehrenamtliche viel Zeit. Das Startup Sportypost aus Sonnefeld will genau diese organisatorische Arbeit mithilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz vereinfachen.

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Die Idee entstand laut Pressemitteilung direkt aus dem Vereinsalltag. Gründer Louis Kappenberger ist Informatikkaufmann und seit 2017 Vorstand des TSV 1862 Sonnefeld. Gemeinsam mit Co-Founder Phillip Jungkunz entwickelt er mit Vereinsmanager.io eine digitale Geschäftsstelle für Sportvereine.

Digitale Mitarbeiterin „Lina“ übernimmt Aufgaben

„Wenn immer mehr organisatorische Arbeit an denselben Personen hängen bleibt, wird Ehrenamt irgendwann zur Belastung“, sagt Kappenberger. Ziel sei deshalb nicht, eine weitere klassische Vereinssoftware zu entwickeln, sondern möglichst viele wiederkehrende Aufgaben tatsächlich abzunehmen.

Ein zentraler Bestandteil der Plattform ist demnach die digitale Mitarbeiterin „Lina“. Vereinsverantwortliche sollen ihre Aufgaben ähnlich wie einer Mitarbeiterin übertragen können – beispielsweise per Text-, Sprach- oder WhatsApp-Nachricht.

Sportvereine aus ganz Deutschland nutzen Sportypost-Lösungen

Dafür verbinde die Plattform unterschiedliche Informationen aus dem Vereinsalltag miteinander. So könne die digitale Mitarbeiterin unter anderem auf vorhandene Daten zugreifen, Rückfragen stellen und wiederkehrende Aufgaben übernehmen.

„Wir wollen eine Plattform schaffen, die nicht nur darauf wartet, bedient zu werden, sondern für den Verein arbeitet“, erklärt Kappenberger. Die Idee stoße inzwischen auch außerhalb der Region auf Interesse. Sportvereine aus ganz Deutschland nutzen demzufolge bereits Lösungen der Sportypost GmbH. Dazu gehört laut Schreiben unter anderem der Volleyball-Bundesligist VC Olympia Berlin. Die Plattform richte sich an Vereine unterschiedlicher Größen und Sportarten.

Für die weitere Entwicklung nutzt Sportypost ein Büro in der Digitalen Manufaktur in Rödental, dem Gründerzentrum von Zukunft.Coburg.Digital (ZCD). Dort sei das Unternehmen Teil eines Netzwerks aus Startups, etablierten Unternehmen und regionalen Partnern.

Vereinsmanager soll tausende Vereine entlasten

„Sportypost zeigt, welches Potenzial in Gründungen aus unserer Region steckt. Aus einer konkreten Herausforderung im eigenen Vereinsalltag entsteht in Sonnefeld eine Lösung, die heute bereits deutschlandweit eingesetzt wird. Als Gründerzentrum wollen wir genau solche Teams dabei unterstützen, ihre Ideen weiterzuentwickeln, Kontakte zu knüpfen und Zugang zu unserem Netzwerk aus Unternehmen, Gründern und Partnern zu bekommen“, sagt Florian Hanf, Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital.

Langfristig verfolge das Startup ein ambitioniertes Ziel: Vereinsmanager.io solle tausende Vereine erreichen und insbesondere Ehrenamtliche von administrativen Routinen entlasten. „Unsere Vision ist, dass eine digitale Mitarbeiterin im Verein irgendwann genauso selbstverständlich ist wie heute eine Website oder eine WhatsApp-Gruppe“, sagt Kappenberger.