2. Handball-Bundesliga HSC Coburg installiert zweiten Geschäftsführer

Beim Handball-Zweitligisten wird fortan Stefan Apfel neben Jan Gorr als weiterer Geschäftsführer fungieren. Wie sich die beiden künftig ihre Aufgaben aufteilen werden.

Stefan Apfel (links) – hier in seiner Funktion als Vorstandssprecher des HSC 2000 Coburg bei der Vorstellung von Cheftrainer Anel Mahmutefendic (rechts) im Januar 2024 – wird künftig die Geschicke des Zweitligisten als zusätzlicher Geschäftsführer neben Jan Gorr mit bestimmen. Mit auf dem Bild: Thomas Apfel, Moderator der damaligen Pressekonferenz. Foto: NP/Steffen Ittig

Handball-Zweitligist HSC 2000 Coburg richtet seine Führungsstruktur strategisch neu aus. Wie der Klub am Donnerstag mitgeteilt hat, wird die Geschäftsführung erweitert. Demnach übernimmt neben Jan Gorr künftig Stefan Apfel als weiterer Geschäftsführer zentrale Aufgaben innerhalb der HSC Coburg GmbH. Die neue Doppelspitze solle laut Mitteilung gezielt die Bereiche Sport sowie Wirtschaft & Organisation stärken und dadurch zusätzliche Professionalität für die nächsten Entwicklungsschritte sorgen.

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Der bisher alleinverantwortliche Geschäftsführer Jan Gorr beschreibt die Hintergründe der strukturellen Weiterentwicklung wie folgt: „Wenn wir einen hohen Anspruch an unsere Arbeit sowohl im Nachwuchs- als auch im Profibereich behalten möchten, dann ist es wichtig, dass wir uns in der Organisation noch einmal verbessern. Dazu gehört auch, dass wir gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten in unserem Sponsorenumfeld weiter Schritte nach vorne machen. Beiden Themen können wir uns in der neuen Aufstellung noch viel besser widmen.“

Ehrgeizige „Vision 2030“ in Coburg

Wie der Geschäftsführer in der Pressemitteilung ausführt, blicke der HSC 2000 Coburg auf eine positive Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück – sowohl im sportlichen Bereich als auch in seiner gesamten Organisationsstruktur habe sich der Verein längst zu einem anerkannten und ambitionierten Handballverein in den „Top 25“ der Handball-Bundesligen entwickelt. Darauf aufbauend, möchte der Verein seine ambitionierte und ehrgeizige „Vision 2030“ weiter vorantreiben.

Stefan Apfel übernimmt nun die Funktion als Geschäftsführer Wirtschaft & Organisation. Er ist seit der Gründung des Vereins tief mit dem HSC verwurzelt, war selbst lange Zeit Spieler der 1. Mannschaft, begleitet seit 2011 ehrenamtlich – und auch zukünftig – die Position des Vorstandssprechers im Verein und war zuletzt Vorsitzender des Aufsichtsrates der HSC Coburg GmbH.

Seine berufliche Laufbahn hat das HSC-Urgestein bisher über 30 Jahre in der Mediengruppe Oberfranken verbracht, davon zwei Jahrzehnte in leitenden kaufmännischen Führungspositionen mit Schwerpunkt im Vertriebsbereich. Diese Expertise soll er laut Pressemitteilung zukünftig in seiner neuen Rolle beim HSC 2000 einbringen und die kaufmännische Gesamtverantwortung übernehmen.

Als Geschäftsführer Wirtschaft & Organisation verantwortet er künftig vor allem die Bereiche Vertrieb & Marketing sowie Kommunikation & PR und trägt daneben die Gesamtverantwortung im kaufmännischen Bereich.

„Es ist mir eine große Freude und Ehre, den HSC in dieser zentralen Position zukünftig begleiten zu dürfen. Mit der neuen Struktur schaffen wir die Grundlage, um auf und neben dem Feld weitere wichtige Schritte zu gehen. Die Zusammenarbeit mit Jan ist mir dabei nicht neu, denn auch bisher haben wir in anderen Konstellationen sehr vertrauensvoll über viele Jahre zusammengearbeitet“, erklärt Apfel.

Gorr trägt nun den Titel „Geschäftsführer Sport“

Jan Gorr seinerseits ist ebenfalls seit vielen Jahren eng mit dem HSC verbunden: Er war langjähriger Trainer der 1. Mannschaft, stieg mit dem Team zweimal in die 1. Handball-Bundesliga auf, war Co-Trainer der deutschen Männer-Nationalmannschaft und ist aktuell auch Präsidiumsmitglied der Handball-Bundesliga. Als „nur noch“ Geschäftsführer Sport verantwortet er beim HSC künftig vor allem die Leitung, Steuerung und Koordination des Leistungssportbereichs. Darüber hinaus ist er für Kaderverwaltung und Transfermanagement sowie die Personalführung im sportlichen Bereich verantwortlich. Dazu zählt auch die Verantwortung für den Nachwuchsbereich des Vereins.

Mit der neuen Doppelspitze und den strukturellen Veränderungen in der Administration will der HSC 2000 Coburg ein starkes Zeichen setzen: „Der Verein baut seine erfolgreiche Entwicklung konsequent weiter aus und schafft die organisatorischen Grundlagen, um die Vision 2030 mit voller Kraft voranzutreiben“, heißt es im Pressetext. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es wichtiger denn je, gemeinsam mit den Partnern ein vertrauensvolles Miteinander zu pflegen und einen klaren Mehrwert zu bieten.

Fokus auf HSC-Sport-Campus

Parallel zu den ehrgeizigen Zielen im Bundesliga-Bereich wolle der HSC seine Nachwuchsarbeit nachhaltig weiterentwickeln und auf ein dauerhaft hohes Niveau heben. Ziel sei es, jungen Talenten bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu bieten und gleichzeitig den sportlichen Unterbau zu stärken – eines der wichtigsten Markenzeichen des HSC Coburg.

Ein zentrales Herzstück für die Zukunft soll dabei der HSC-Sport-Campus werden: „Hier werden Verwaltung und Nachwuchs unter einem Dach vereint, Raum für Begegnungen geschaffen und optimale Bedingungen für Leistung und Gemeinschaft gegeben sein. Geplant ist somit ein Ort, der dem Handball in Coburg ein Zuhause gibt“, betont die HSC-Führung.