Raum Coburg Nach Ostern droht wieder Ausgangssperre

Die Ansteckungsgefahr in Stadt und Landkreis Coburg kommt hat in den letzten zwei Wochen wieder drastisch zugenommen. Foto: peterschreiber.media - stock.adobe.com

Die Anzahl der Infizierten hat sich binnen kürzester Zeit fast verdoppelt. Wegen der Mutation B 1.1.7 stecken sich jetzt vor allem Jüngere an.

Coburg - Die Anzahl der Neuinfektion in Stadt und Landkreis Coburg nimmt wieder stark zu. Insgesamt meldete das Landratsamt am Karfreitag 27 Personen, die sich angesteckt haben. Am Gründonnerstag waren es 29. Damit waren gestern 291 Personen mit dem Coronavirus infiziert, eine Woche zuvor waren es noch 209 gewesen. Ähnlich hoch war die Zahl zuletzt am 22. Februar (271). Die Anzahl der Infizierten hat sich damit seit dem 16. März (147) verdoppelt.

Laut Corinna Rösler, Pressesprecherin des Landratsamtes, ist diese Entwicklung hauptsächlich auf die Mutationen zurückzuführen. „Es stecken sich sehr viele im privaten Bereich an. Wenn einer es hat, können Sie fast zu 100 Prozent davon ausgehen, dass sich alle anderen Familienmitglieder und Kontaktpersonen ebenfalls anstecken“, so Rösler. Auch Infektionen in Firmen und Kindergärten würden deutlich zunehmen.

Dafür verantwortlich ist vornehmlich die Mutation B 1.1.7. Waren bei der ersten Welle vor einem Jahr hauptsächlich Hochaltrige mit oft schweren Verläufen betroffen, trifft es jetzt eher Jüngere, die noch nicht geimpft sind. Von 39 zuletzt mit B 1.1.7 Infizierten waren laut Rösler 13 zwischen 31 und 50, jeweils sieben zwischen 19 und 30 beziehungsweise 51 und 65, sechs zwischen elf und 18 und nur fünf über 65 Jahre alt. Auch ein Kind sei dabei gewesen.

Sowohl der Landkreis als auch die Stadt nähern sich wieder der 100-Inzidenz-Marke und werden nach Ostern wohl die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Notbremse ziehen müssen. Laut Rösler erreicht der Kreis am Samstag eine Inzidenz von 100,1, die Stadt 99,8. „Wenn das drei Tage hintereinander so bleibt, wird es wieder zu Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen kommen“, betont Rösler. Soll heißen: Die eigene Wohnung zu verlassen, ist zwischen 22 und 5 Uhr nur noch bei einem triftigen Grund erlaubt. Außerdem darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Auch die meisten Läden sowie Museen müssen wieder schließen. Davon ausgenommen sind Geschäfte für den täglichen Bedarf wie beispielsweise Supermärkte, Bäckereien oder Apotheken.

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