Steinbach-Hallenberg Mehr als 100 Osternester für Kinder gefüllt

Über 100 Kinder nahmen an der diesjährigen Oster-Aktion in Steinbach­Hallenberg teil. Künstler und Sponsoren der Region haben sie nun gefüllt.

Mehr als 100 selbst gebastelte Osternester brachten Kinder in den vergangenen Wochen in die Tourist-Information. Der Osterhase revanchierte sich und überraschte die kleinen Gewinner mit Produkten heimischer Unternehmen und Werken hiesiger Künstler. Das teilt eine Sprecherin der Stadtverwaltung mit.

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Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr luden Tourist-Information und Metallhandwerksmuseum erneut zur Heimarbeitsaktion ein. „Wir sind überwältigt“, sagte Museumsmitarbeiterin Anja Weisheit-Renner beim Anblick der in den Schaufenstern der Tourist-Info ausgestellten selbst gebastelten Osternester. Erneut haben die Teilnehmer Kreativität und Einfallsreichtum bewiesen. So seien viele verschiedene Techniken und Materialien zum Einsatz gekommen, gepaart mit kreativen Ideen. Beispielhaft zeigt sie auf einen Stuhl, der komplett als Osternest gestaltet – und damit größte Exemplar – ist.

Auch ein mit Legosteinen gestaltetes Osternest war dabei. Ob aus Pappmaschee, mit Naturmaterialien oder per „Upcycling“ – aus alt mach neu – mit Einkaufskisten. „Die Aktion war dieses Jahr absichtlich nicht als Wettbewerb ausgeschrieben“, erläuterte Janine Holz von der Touristinfo. Alle Kinder durften ihre Nester vorbeibringen und der Osterhase kam im Anschluss und füllte die Nester. „Teils haben Eltern und Großeltern mitgeholfen, sodass richtige Familienprojekte entstanden“, berichtet Weisheit-Renner weiter. Es sei eine besondere Freude zu sehen, dass die Familien gemeinsam kreativ waren. Gebastelt wurde mit Eierkartons, Pappe, Bügelperlen, Klopapierrollen, Stoff oder mit natürlichen Materialien wie Holz, Zweige, Heu und Moos: Jedes Osternest ist handgemacht und ein Unikat.

Acht Monate bis 17 Jahre

Einsendungen kamen vor allem aus dem Stadtgebiet, aber auch aus umliegenden Ortschaften, aber auch bis aus Suhl und Dreißigacker. „Vom Alter her war es bunt gemischt. Die meisten Kinder sind im Kindergarten- oder Grundschulalter“, informierte Weisheit-Renner. Das jüngste Kind, dass sich beteiligt habe, sei gerade mal acht Monate, das älteste 17 Jahre. Basteln zu Ostern und Eiermal-Techniken sind Tradition und Brauch im Haselgrund und werden im Museum und Heimathof aktiv gepflegt und weitergegeben. „Deshalb freut es uns ganz besonders, dass unsere diesjährige Mitmachaktion Anlass gab, in den Familien auch über Ostertraditionen und Bräuche zu sprechen“, sagte Anja Weisheit-Renner. So ließen zwei Omas Kindheitserinnerungen aufleben, indem sie freudestrahlend erzählten, wie sie früher mit einfachen Materialien wie Heu und Stroh ihre Nester bauten. Gleichzeitig waren sie begeistert von den Kreationen der Kinder heute.

Alle abgegebenen Osternester wurden gefüllt und konnten dann pünktlich zu Ostern wieder abgeholt werden. „Dies war nur möglich, da uns so viele Unternehmen unterstützt haben“, betonte Janine Holz. Besonderer Dank gelte deshalb allen Sponsoren. Die Herwig Bohrtechnik aus Schmalkalden, die vergangenes Jahr Ausstechformen zum Erhalt der Hallenburg herstellte, lieferte nun Frühlings-Ausstechförmchen.

Von der Bäckerei Marr kamen gebackene Osterhasen sowie Viba-Nougat. Von Rhönland aus Dermbach kamen Freilandeier wurden im Heimathof mit natürlichen selbst hergestellten Farben gefärbt, bevor sie in die Osternester gelegt wurden. „Wir haben entsprechend Sud angesetzt und möchten damit zeigen, dass mit roter Beete, Blaukraut und Kurkuma herrlich bunte Ostereier entstehen, die völlig unbedenklich gegessen werden können“, sagt Anja Weisheit-Renner. Unterstützt wurde die Osternestaktion zudem vom Förderverein Heimathof sowie vom ortsansässigen Künstler Gerhard Usbeck, der für alle Nester mit einem Zinn Häschen gestaltete Bleistifte fertigte.