Steinberg Der Schrubber bleibt im Schrank

Heike Schülein
„Manege frei“ Foto: /Archiv / Heike Schülein

Schweren Herzens sagt die Vereinsgemeinschaft Steinberg ihre diesjährige „Staaberche Fousanocht“ ab. Man hofft aber noch zumindest auf eine Ersatzveranstaltung.

Steinberg -

Steinberg- Traditionell am letzten Faschings-Wochenende erreicht die „Staaberche Fousanocht“ mit den beiden Büttenabenden am Freitag und Samstag sowie dem Kinderfasching und dem vorausgehenden Faschingsumzug am Sonntag ihren närrischen Höhepunkt. Nachdem bereits im vergangenen Jahr das „Feuerwerk des Frohsinns und der Heiterkeit“ coronabedingt entfallen musste, bringt auch in diesem Jahr die Pandemie die Narretei in der Faschingshochburg vorerst zum Erliegen.

„Lange hatten wir uns der Hoffnung hingegeben, die Corona-Lage würde sich doch noch soweit entspannen, zumindest einen im Rahmen und Programm reduzierten Fasching durchführen zu können“, bekundet Vereinsgemeinschaftsvorsitzender Alexander Öhring. In Abstimmung mit Faschingsbeauftragten Herbert Agel, allen Akteuren und Vertretern der Vereine habe man sich jedoch nunmehr für eine Absage der Faschingsveranstaltungen im Schrubberdorf entschlossen. Eine zu einer wesentlichen Lockerung der Beschränkungen bzw. Regeln führende Entspannung sei - nach heutiger Einschätzung - nicht zu erwarten. „Die Verantwortlichen stimmten überein, dass der Aufwand und die Risiken für alle Beteiligten nicht vertretbar wären“, verinnerlicht er.

Nachdenken über einen Ersatz

Dennoch gebe es seitens der Gemeinschaft übereinstimmend den festen Willen, eine spätere Ersatzveranstaltung durchzuführen, in der die Akteure und Organisatoren in gewohnter Qualität zusammenwirken. Dabei gelte es, die Situation immer wieder neu zu bewerten, um eventuell auch kurzfristig etwas auf die Beine zu stellen – beispielsweise eine Outdoor-Veranstaltung. Im guten Miteinander überlege man auch weiterhin, ob und welche alternativen Aktivitäten möglich seien.

Mit dieser Perspektive werde man in den kommenden Wochen zunächst verhalten weiter planen und auf einen günstigen Zeitpunkt warten. An originellen Ideen mangele es nicht. Schließlich gelte es ja auch noch, das große Geheimnis um das neue Prinzenpaar und damit Nachfolger der in der ruhmvollen Geschichte der Staaberche Fousanocht am längsten regierenden königlichen Hoheiten, Isabell I. und Kevin I., zu lüften. Nachdem der Staaberche Rathaussturm am 11.11. leider ebenfalls kurzfristig ausfallen hatte müssen, konnte man die neuen Regenten bislang noch nicht in ihre ehrwürdigen Ämter einführen.

Man darf also gespannt sein. In jedem Fall wird das närrische Volk - in Staaberch „Gschwettel“ genannt - über das weitere Vorgehen zu gegebener Zeit entsprechend informiert, denn eines ist sicher: „Was ein richtiger Narr ist, der lässt sich auch von einem Virus nicht unterkriegen!“

 

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