Fund bei Steinberg Wurden die Albino-Hasen im Wald ausgesetzt?

Zwei schneeweiße Langohren hoppeln derzeit durch das Gehege des Kronacher Tierheims. Die Mitarbeiter beschäftigt dabei eine Frage – und hoffen, dass ihre Vermutung nicht stimmt.

Die zwei Albino-Hasen konnten glücklicherweise gerettet werden. Nun sucht man nach deren Besitzer – oder, wenn sich niemand meldet, nach einem neuen Zuhause. Foto: Tierheim Kronach

Sie hätten in freier Natur wohl so gut wie keine Überlebenschance gehabt: Ihr schneeweißes Fell macht sie zur leichten Beute für Greifvögel und andere Raubtiere. Zudem sehen Albinos oft schlecht, was ihnen die Futtersuche erschwert. Insofern ist es für die beiden Hasen der Rasse Neuseeländer Albino ein Glück gewesen, dass sie Mitte März mitten im Wald bei Steinberg gefunden, eingefangen und ins Kronacher Tierheim gebracht werden konnten.

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Wie sich dort herausstellte, sind beide Hasen in den Ohren tätowiert, weshalb man nach vielen Telefonaten ihren Züchter ausfindig machen konnte. Die beiden wurden demnach während einer Ausstellung verkauft, leider hatte sich niemand die Adresse des Käufers notiert. Daher versucht das Kronacher Tierheim nun auf diesem Weg, einen möglichen Besitzer zu ermitteln.

Die große Frage ist natürlich: Sind die beiden entlaufen – dem Tierheim liegt allerdings keine Vermisstenmeldung vor – oder wurden sie ausgesetzt? Die Tierschützer würden sich freuen, wenn vielleicht jemand die beiden Fund-Karnickel erkennt und das Tierheim kontaktieren könnte.

Zahm, lieb und offenbar an Menschen gewöhnt

Der Rammler, den man inzwischen „Lemon“ getauft hat, litt bei Ankunft unter einem stark vereiterten Auge, das im Moment in Behandlung ist und sich auch schon stark gebessert hat. Leider ist er nicht kastriert, sodass zu erwarten ist, dass „Limella“ vermutlich längst trächtig ist…

Wer weiß, vielleicht wird das Tierheim schon bald mit einer Schar kleinen Häschen überrascht?

Sollte kein Besitzer zu ermitteln sein, wird man Lemon natürlich kastrieren lassen. Für ihn, seine Freundin und den möglichen Nachwuchs sucht man in diesem Fall dann liebevolle neue Plätze. Beide Langohren sind übrigens sehr zahm, lieb und offenbar an Menschen gewöhnt. Aufgrund ihrer Größe benötigen sie ein großes und interessant eingerichtetes Gehege mit vielen Versteckmöglichkeiten, genügend Heu und Gemüse natürlich eingeschlossen.