„Ich brauch‘ keine Trauerrede. Wenn ihr unbedingt wollt, schreibt halt einfach irgendwas.“ Wenn ein scheidender Bürgermeister nach 30 Jahren im Amt mit diesen Worten die Anfrage unserer Redaktion nach einem Termin für ein Abschiedsporträt ablehnt, dann ist eigentlich alles gesagt. Und gleichzeitig nichts. Kein Zurückblicken, kein Abwägen, keine Bilanz, kein Ausblick auf die bald neugewonnene Freizeit. Während seine Bürgermeister-Kollegen, die am 30. April ebenfalls in den Ruhestand gehen, gerne die Möglichkeit nutzen, ihre Amtszeit noch einmal Revue passieren zulassen, sagt Gerhard Wunder aus Steinweisen einfach: „Macht halt.“ Also machen wir.