Blick zurück
Fundiertes Wissen über Steno und Maschinenschreiben eignete sich Schädel im ehrenamtlichen Engagement an. So war er über 70 Jahre lang Mitglied im Stenografenverein Rödental und über mehr als 20 Jahre hinweg Vorsitzender des Bezirksverbands Oberfranken im Bayerischen Stenografenverband. Seit der Rödentaler Verein sich aufgelöst hat, ist Schädel Mitglied in Kronach – und hat sich mit der einst als „Stenographenverein Gabelsberger“ gegründeten Truppe intensiv befasst. „In Kronach gingen Idealisten mit Elan an die Gründung des Vereins. Diese Euphorie hat sich bis heute im Verein fortgesetzt“, sagte er. Am 10. Dezember 1950 wurde der Name in „Stenografenverein Kronach 1882“ umgewandelt, ab 1951 nahm dieser wieder Kurse in Kurzschrift und Maschinenschreiben auf. „Denker und Lenker des Vereins gab es und gibt es bis heute und darüber hinaus auch eine Vielzahl hervorragender Leistungsträger, die den Namen des Stenografenvereins Kronach bundesweit bekannt und anerkannt machten und zu einem guten Ruf verhalfen. Die Liste der Titel und Titelträger ist sehr lange und beeindruckend. Kaum in irgend einem anderen Wettbewerb dürften so viele Meister aus dem Landkreis hervorgegangen sein als im Stenografenverein und dies in beiden Kategorien, also sowohl in Stenografie als auch im Maschinen- beziehungsweise Computerschreiben“, so der Referent. Trotz aller Modernisierung und Technisierung in über 140 Jahren sei die Stenografie kein Auslaufmodell, sondern werde täglich gebraucht. Bestes Beispiel sei der Bundestag, in dem die stenografischen Aufzeichnungen bis heute unersetzlich geblieben seien.