Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft nannte unter Verweis auf vorsichtige Schätzungen einen Schaden von rund 100 Milliarden Euro im Jahr, den Steuer- und Finanzkriminalität in Deutschland verursachen.
Wie Gewerkschaften reagieren
Die Steuer-Gewerkschaft begrüßte den Aktionsplan. Aber: "Ein guter Plan in der Schublade fängt keinen einzigen Betrüger - es zählt, wie schnell er auf der Straße ankommt", sagte der Bundesvorsitzende Florian Köbler. "Wir brauchen moderne IT sofort, die besten Datenanalysten vom Markt - mit konkurrenzfähigen Bedingungen - und ein Datum für jede Maßnahme."
Die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft erklärte, für das Gemeinsame Zentrum müsse es zwingend zusätzliches Personal geben. Kritik äußerte sie daran, dass die angekündigten Instrumente zur Ermittlung und Sicherstellung von Vermögen unklarer Herkunft weiterhin sehr unkonkret blieben. Bislang liege keine praxistaugliche gesetzliche Regelung für eine "echte Beweislastumkehr" vor.
Die Grünen-Finanzpolitikerin Katharina Beck sagte, Klingbeil und Hubig sei durchaus ein "großer Wurf" gelungen: "Nun kommt es darauf an, dass dieses insgesamt wirklich gute Paket schnell umgesetzt wird."