Kritik auch von Grünen
Der Grünen-Verkehrspolitiker Tarek Al-Wazir sagte, es gebe in der Bundesregierung weiterhin keine klare Verantwortlichkeit für den dringend nötigen Hochlauf der Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen.
Er kritisierte weiter: "Statt das stark zersplitterte Netz kleiner und mittlerer Flughäfen endlich konsequent zu ordnen, werden diese weiterhin und jetzt dauerhaft mit Bundesmitteln bezuschusst. Dabei schreiben viele dieser Flughäfen regelmäßig rote Zahlen und kannibalisieren sich aufgrund ihrer räumlichen Nähe gegenseitig." Flughäfen, für die es faktisch keinen Bedarf gebe und deren Betrieb langfristig nicht tragfähig sei, müssten zu Verkehrslandeplätzen umgewandelt werden.
Protestaktion zur ILA-Eröffnung
Zuvor hatten Aktivisten die Zufahrtsstraßen zur ILA zeitweise blockiert. Pro-Palästina-Aktivisten hatten sich an zwei Orten auf die Straße geklebt und damit den Zugang zur Messe versperrt. Polizisten lösten die Männer und Frauen von der Straße. Ihnen wird der Verstoß gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen.
Eine Gruppe namens "Peacefully against Genocide" (deutsch: friedlich gegen den Völkermord) reklamierte die Aktion für sich. Im Zentrum der Kritik stehen den Angaben nach Auftritte von Rüstungskonzernen bei der Ausstellung.
Auf der diesjährigen ILA am Rande des Hauptstadtflughafens BER sind rund 750 Aussteller aus 37 Ländern vertreten. Bis Freitag ist die Messe nur für Fachpublikum geöffnet, am Samstag und Sonntag können dann alle Interessierten auf das Ausstellungsgelände kommen.