Nicht betroffen wären gemeinnützige Vereine, also kleine Sportvereine, Musikvereine, Umwelt- und Tierschutzvereine, Wohlfahrts-, Feuerwehr- und Heimatvereine. Sie sind mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit von fast allen Steuerarten befreit.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kritisierte in der "Bild am Sonntag" trotzdem: "Wer Steuerfreibeträge für Vereine senken will, setzt an der falschen Stelle an und trifft diejenigen, die oft keine finanziellen Rücklagen haben beziehungsweise diese wieder für den Dienst an der Allgemeinheit einsetzen." Die Bundesregierung wolle freiwilliges Engagement stärken - zusätzliche Steuerbelastungen wären dabei das falsche Signal.
Das bayerische Finanzministerium äußerte die Sorge, dass auch kleinere Vereine betroffen sein könnten - etwa dann, wenn sie ein Fest veranstalten und dort mit dem Verkauf von Bratwürsten und Getränken Gewinne erzielten. Allerdings: Einnahmen aus solchen Aktivitäten sind bis zu einer Grenze von 50.000 Euro brutto für gemeinnützige Vereine ohnehin steuerfrei.