Mit Blick auf die Kommunalwahl im kommenden Frühjahr müssen die bayerischen Parteien ihre Wahlwerbestrategien neu ausrichten. Nach einer kürzlich in Kraft getretenen EU-Verordnung muss kostenpflichtige politische Werbung in Zukunft eindeutig gekennzeichnet sein. Zudem muss darüber informiert werden, wer die Werbung bezahlt hat und was sie gekostet hat. Betroffen davon sind in allen digitalen und analogen Medien geschaltete Wahlwerbeanzeigen der Parteien. Die großen Internet-Konzerne Meta mit seinen Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram sowie Google mit der Video-Plattform Youtube haben angekündigt, vor dem Hintergrund der neuen Regeln künftig keine Wahlwerbung von Parteien mehr zu verbreiten. Meta sprach von „undurchführbaren Anforderungen und rechtlichen Unsicherheiten“.