Stromnetz in Kronach Zum Schutz vor Blackouts geht’s unter die Erde

Bayernwerk modernisiert derzeit in Wüstbuch die Leitungen, danach ist Staibra an der Reihe. Die Gründe für die Investition in Höhe von 1,7 Millionen Euro liegen auf der Hand.

So schaut ein entsprechendes Erdkabel aus. Foto: picture alliance/dpa

Die Bayernwerk Netz GmbH treibt die Modernisierung ihres Verteilnetzes in der Stadt Kronach konsequent voran. In den Ortsteilen Wüstbuch und Staibra werden bestehende Nieder- und Mittelspannungsfreileitungen schrittweise durch leistungsfähige Erdkabel ersetzt. Die Ende März begonnenen Arbeiten laufen laut Bayernwerk planmäßig. Insgesamt wendet man für die Maßnahme rund 1,7 Millionen Euro auf.

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Der Fokus liege derzeit auf dem ersten Bauabschnitt in Wüstbuch, heißt es in der Pressemitteilung. Demnach werden hier werden auf einer Strecke von rund 1300 Metern neue Mittelspannungskabel verlegt. Parallel dazu erfolgt die Verkabelung im Niederspannungsbereich zur Anbindung der Haushalte. Im Zuge der Maßnahme werden auch die bestehenden Gittermaststationen durch drei neue digitale Ortsnetzstationen ersetzt. Darüber hinaus wird ein neuer Kabelendmast errichtet, um die Verbindung zum vorhandenen Mittelspannungsnetz herzustellen. Nach Inbetriebnahme der neuen Betriebsmittel und Anlagen folgt der Rückbau der bestehenden Freileitungen.

Digitalisierung des Netzes

„Mit dem laufenden Bauabschnitt in Wüstbuch kommen wir planmäßig voran. Durch die Verkabelung und den Einsatz moderner digitaler Ortsnetzstationen erhöhen wir die Versorgungssicherheit vor Ort deutlich. Gleichzeitig schaffen wir die nötigen Kapazitäten, um die steigenden Anforderungen der Energiewende zuverlässig abzubilden“, sagt Markus Seidel, Leiter des Bayernwerk Netz-Kundencenters in Naila.

Die neuen Erdkabel seien deutlich weniger störanfällig als Freileitungen, erklärt Felix Wolfrum, Leiter Planung, Bauausführung und Netzkundenbetreuung am Kundencenter Naila. „Zudem profitieren wir von einer effizienteren Bauweise und einer nachhaltigeren Netzstruktur, die langfristig weniger Wartungsaufwand erfordert.“

Auch die Digitalisierung des Netzes wird konsequent weiterentwickelt: Die neuen Ortsnetzstationen sind fernsteuerbar und liefern kontinuierlich Daten aus dem Netz. Dadurch können Lastflüsse besser gesteuert und mögliche Störungen schneller erkannt werden.

Fortsetzung in Staibra

Im Anschluss an die Arbeiten in Wüstbuch wird das Projekt in Richtung Staibra fortgesetzt. Auch dort erfolgen die Verkabelung von Nieder- und Mittelspannungsleitungen sowie der Bau einer weiteren digitalen Ortsnetzstation. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 weitgehend abgeschlossen sein.

Der Rückbau der bestehenden Freileitungen folgt nach Abschluss der Arbeiten. Während der Bauzeit könne es vereinzelt zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen. Die Arbeiten würden jedoch so organisiert, dass Beeinträchtigungen so gering wie möglich ausfielen.