Studentenaustausch Coburg Gemeinsam mehr verstehen

Studierende aus Coburg tauschen sich mit bulgarischen Kommilitonen aus. Neben der fachlichen wächst dadurch auch die internationale Kompetenz.

Ein Besuch auf der Veste darf natürlich nicht fehlen. Foto: privat

Seit dem Wintersemester lernen Studierende der Hochschule Coburg und der VUZF-Universität in Sofia, Bulgarien, gemeinsam in einem internationalen Projekt moderne Projektmanagement-Methoden, interkulturelle Kompetenz und Teamarbeit in einem praxisnahen Umfeld. Was digital begann, wurde mittlerweile auch auf persönlicher Ebene fortgesetzt: Eine Gruppe der VUZF-Universität Sofia besuchte die Fakultät Wirtschaftswissenschaften in Coburg.

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Gemeinsam mit Coburger Studierenden aus den Bachelor-Studiengängen Betriebswirtschaft und Industriewirtschaft arbeiteten sie an Aufgaben, die Theorie und Praxis verknüpften. Außer Workshops zu agilen Projektmanagement-Methoden und der gemeinsamen Arbeit am Projekt standen auch kulturelle Aktivitäten auf dem Programm. Fachlich und organisatorisch geleitet wird das Modul Internationales Projektmanagement von Prof. Dr. Eduard Gerhardt, Auslandsbeauftragter der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Coburg.

Stadtführung, Kennenlernen, Kick-off- Meeting und Ziel-Definition: Die Studierenden informierten sich in Vorträgen über Beschaffungsmanagement und Finanzwissen, tauschten Ideen aus, übten, wie man agile Methoden in echten Projekten anwendet, und setzten diese direkt um. Ein Höhepunkt war der Besuch der Firma Kaeser Kompressoren, die es den Studierenden möglich machte, Einblicke in die Arbeitswelt eines global agierenden Unternehmens zu erhalten. „Neben der interessanten Projektarbeit haben wir neue Freundschaften geschlossen“, erzählt Tristan Schultz, der Industriewirtschaft an der Hochschule Coburg studiert. „Und wir hatten eine Menge Spaß dabei, den bulgarischen Studierenden die deutsche Kultur näher zu bringen.“ Bei einer Cultural Exchange Night, einem Ausflug nach Bamberg und in einen Escape-Room standen kultureller Austausch, Teambuilding und Problemlösungsfähigkeiten im Fokus.

Zentrales Ziel des Projekts ist, die interkulturelle Kompetenz der Teilnehmenden zu fördern. Dabei spielen wissenschaftliche Modelle wie die Kulturdimensionen der bekannten Kulturwissenschaftler Geert Hofstede und Edward Hall eine entscheidende Rolle. Die Studierenden entwickelten dazu eigene Experimente, die sowohl in Coburg als auch in Sofia durchgeführt werden. Neben den fachlichen Inhalten erstellten die Teams auch Informations- und Werbematerialien, um das Projekt und die beiden Hochschulen potenziellen Austauschstudierenden vorzustellen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie internationale Kooperation die Ausbildung bereichern und den Horizont erweitern kann. Die nächste Phase findet im Frühjahr 2025 statt, wenn die Coburger Studierenden nach Sofia reisen, um dort gemeinsam am Projekt weiterzuarbeiten und neue Erfahrungen zu sammeln

Die Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaft und Industriewirtschaft starten an der Hochschule Coburg auch im Sommersemester. Die Anmeldung ist aktuell möglich. Weitere Infos unter www.hs-coburg.de.