Das Institut der Deutschen Wirtschaft warnt einerseits – und gibt zugleich Entwarnung. Ist ein einzelnes Pflegeheim am hohen Durchschnitt für die Vestestadt schuld?
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Wie aus der aktuellen Studie vom Montag, 17. November 2025 hervorgeht, zahlen die Familien von Pflegebedürftigen in der Stadt Coburg im Mittelwert 4.079 Euro und liegen damit sogar deutlich vor Solingen (3.737 Euro) und Düsseldorf (3.712 Euro), was für einen Pflegebedürftigen gezahlt werden muss.
Doch gleichzeitig relativiert das Institut die Statistik – zumindest im Fall der Vestestadt, denn „der Wert wird jedoch durch eine einzelne Einrichtung verzerrt – im Median fällt die Stadt deshalb deutlich zurück.“ Das bedeutet: Mit dem Median lässt sich das eine, dementsprechend teure Pflegedomizil relativieren. Dann landet Coburg deutschlandweit nur noch im Mittelfeld.
Im Mittelwert, bei dem einfach alle Kosten zusammengerechnet und durch die Anzahl der Einrichtungen geteilt werden, macht sich die teure Pflegeeinrichtung deutlich bemerkbar. So deutlich, das Coburg das Ranking deutschlandweit anführt.
Der Landkreis Coburg schneidet mit 2.758 Euro deutlich günstiger ab und liegt sogar unter dem deutschlandweiten Mittelwert von 2.948 Euro monatlich. Auch die Landkreise Haßberge (3.060 Euro), Kronach (2.967 Euro) und Lichtenfels (2979 Euro) sind im Durchschnitt sogar teurer, als der Coburger Landkreis.
Auch in der Studie sprechen die Wissenschaftler von einem deutlichen Stadt-Land-Gefälle: „So ist ein Heimplatz in Ballungsräumen wie München (3.375 Euro), Stuttgart (3.427 Euro), oder Köln (3.597 Euro) überdurchschnittlich teuer. Ländliche Regionen Ostdeutschlands – wie das Jerichower Land in Sachsen-Anhalt (2.321 Euro) – schneiden deutlich günstiger ab“, heißt es in der Pressemitteilung.
Eine ausführliche Berichterstattung zum Thema Pflegeplätze in der Stadt Coburg folgt in den nächsten Tagen.