Mit dem Smartphone beim Autofahren telefonieren war gestern. Heute wird getextet, am Touchscreen gespielt oder der Spurhalteassistent grob fahrlässig missbraucht. „Das ist fatal, Ablenkung darf nicht zum Gewohnheitsrecht werden“, sagt Lucie Bakker angesichts solcher Zustände auf Deutschlands Straßen. Sie ist Schadensvorständin bei der deutschen Allianz, die gerade Ablenkung im Straßenverkehr durch moderne Technik in einer Studie untersucht hat. Das Ergebnis: Ablenkungsrisiken haben im Vergleich zu einer Vorgängerstudie 2016 teils drastisch zugenommen und damit das Unfallrisiko. Was gleich bleibt, ist dagegen das weitgehende Schulterzucken, mit dem Sünder ihrem Tun begegnen. Vor allem 18- bis 24-Jährige sind besonders ablenkungsgefährdet.