In Brandenburg liegen weder dem für die Kontrollen zuständigen Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) noch dem übergeordneten Umweltministerium Erkenntnisse oder Meldungen über angeblich gestreckten Sprit vor, wie ein Ministeriumssprecher angibt. "Uns sind auch keine Beschwerden bekannt." Kraftstoffproben wurden dort in den vergangenen Tagen keine entnommen.
Tankstellenverband: Manipulationen äußerst unwahrscheinlich
Der Tankstellenverband bft bewertet Aussagen in sozialen Netzwerken über eine vermeintlich verminderte Qualität als "unbegründet und irreführend". Sie entbehrten "jeder belastbaren Grundlage" und trügen zur Verunsicherung von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei, "ohne auf überprüfbaren Fakten zu basieren", so Hauptgeschäftsführer Kaddik.
Ihm zufolge unterliegen Kraftstoffe wie Diesel oder die Benzinsorten E5 und E10 in Deutschland strengen gesetzlichen Normen. Entlang der gesamten Lieferkette – von der Raffinerie über Tanklager bis zur Tankstelle – würden sie umfassend kontrolliert. "Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die Qualität unabhängig vom Anbieter einheitlich ist."
Der bft betont zudem, dass Manipulationen in der Praxis äußerst unwahrscheinlich seien. Durch geschlossene Logistiksysteme, regelmäßige Kontrollen sowie erhebliche wirtschaftliche und strafrechtliche Risiken sei es weitgehend ausgeschlossen, dass Kraftstoffen andere Flüssigkeiten beigemischt würden.