Tennis-Bundesfinale „Casi“ feiert großartigen Erfolg

André Dehler

Die Tennisspieler des Coburger Gymnasiums treten in Berlin zum Bundesfinale an. Dabei fehlt ihnen am Ende ein bisschen Glück.

Christoph Mäffert, Nils Schlüter, Luis Beßler, Tim Schlüter, Niklas Heitmann und Moritz Müller vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Die Schüler des Coburger Gymnasiums Casimirianum waren beim Tennis-Bundesfinale der Schulen erfolgreich. Foto: Gymnasium Casimirianum

Nach dem knappen Sieg im Landesfinale „Tennis“ konnte sich das Gymnasium Casimirianum Coburg Ende Juli als Bayerischer Schulmeister im Tennis der Jahrgänge 2007 bis 2010 feiern lassen. Dieser Sieg ermöglichte den Schülern beim Bundesfinale in Berlin als Bayerischer Vertreter, die Farben des Bundeslandes hochhalten zu dürfen. Für das Casimirianum, als eine der Tennisstützpunktschulen in Oberfranken war dies der größte Erfolg in dieser Sportart seit über 20 Jahren.

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Für die jungen Sportler hieß es damit am ersten Schultag nicht wieder ab in die Schule, sondern ab in den ICE nach Berlin, wo man fünf Tage gegen die besten Schulmannschaften aus der ganzen Republik auf der Tennisanlage des TC Blau-Weiß Berlin antreten durfte. Die Auslosung brachte dort die Gastgeber aus Berlin als ersten Gegner. Im Einzel konnte Christoph Mäffert einen klaren Sieg gegen seinen in der deutschen U16-Rangliste besser platzierten Gegner erringen, während Nils Schlüter in der zweiten Einzelbegegnung gegen seinen zwei Jahre älteren Gegner eine deutliche Niederlage einstecken musste.

Im entscheidenden Doppel spielten Niklas Heitmann und Luis Beßler. Sie konnten die Partie lange ausgeglichen gestalten und brachten ihre Gegner oft in Bedrängnis. Am Ende musste man allerdings denkbar knapp mit 7:9 Spielen die Segel streichen. Besonders bitter an der knappen 1:2-Niederlage war, dass Berlin am Ende den zweiten Platz im Bundesfinale belegen konnte.

Im zweiten Spiel traf man auf das an Position 3 gesetzte Team aus Rheinland-Pfalz, welches komplett mit U16-Spielern aus der deutschen Einzelrangliste antreten konnte. Christoph Mäffert zeigte sich allerdings wiederum unbeeindruckt und konnte seinen Gegner klar besiegen. Im zweiten Einzel, das Luis Beßler spielte, war dieser allerdings gegen seinen Gegner chancenlos. Es musste also wieder das Doppel über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier zeigten Nils und Tim Schlüter zwar eine gute Leistung, konnten aber die U16-Spieler des Gegners nicht wirklich in Gefahr bringen, sodass auch dieses Spiel in einer 1:2-Niederlage für das Casimirianum endete.

In den Platzierungsspielen um die Plätze 13 bis 16 zeigte sich dann, dass man gegen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haushoch überlegen war. Alle sechs Begegnungen konnten klar gewonnen werden, ebenso die beiden Doppel. Am Ende stand bei einer Bilanz von acht gewonnenen und vier verlorenen Spielen dennoch „nur“ der 13. Platz unter Deutschland besten Schulmannschaften in der Tabelle. Hätte es die Auslosung etwas besser mit dem „Casi“ gemeint, wäre durchaus ein einstelliger Platz im Endtableau möglich und leistungsgerecht gewesen. Aufgrund der Tatsache, dass man allerdings mit drei Spielern anreiste, die im nächsten Jahr wieder in dieser Altersklasse antreten dürfen, stellt in der Gesamtbetrachtung dieses Ergebnis einen großen Erfolg für Schule und Schüler dar.

Coach André Dehler: „Es war ein toller Erfolg für die Mannschaft, die sich auch während der Spiele gegenseitig sehr gut unterstützt hat. Ich glaube es bleibt, trotz der kleinen Enttäuschung über das Endergebnis ein Turnier, dass allen lange in Erinnerung bleiben wird.“