Tettau Barfuß durch ein grünes Paradies

Kinder durften den Sinnespfad eröffnen, aber nicht nur die Kinder werden zukünftig ihren Spaß am Sinnespfad finden. Das Barfußlaufen wirkt wie Naturarznei und fördert die Durchblutung im ganzen Körper. Foto: Karl-Heinz Hofmann Quelle: Unbekannt

Ein Sinnespfad bereichert fortan die Millionenstraße zwischen Tettau und Kleintettau. Er ist 32 Meter lang und soll den Wald besser erlebbar machen. Doch es geht um mehr.

Tettau - Raus aus den Schuhen, rein ins Vergnügen: Der Naturlehrpfad "Millionenstraße" zwischen Tettau und Kleintettau ist um eine Attraktion reicher. Auf einem Sinnespfad kann man den Wald hier neu erleben. Mit geschlossenen Augen und barfuß kann man auf einem Parcours von 32 Metern Länge verschiedene Waldbodenbeläge wie Sand, Moos oder Zapfen hautnah erfühlen. Peter Hagemann, Leiter des Forstbetriebs Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten, informierte kürzlich vor Ort über die Maßnahme. Ideengeber sei demnach Bernd Heinz gewesen, ein überaus rühriges und aktives Mitglied des Frankenwaldvereins. Heinz ist auch fleißig für die Naturschutzwacht des Landkreises Kronach im Einsatz und kümmert sich um den vor einigen Jahren entstandenen Naturlehrpfad "Millionenstraße" und den Trekkingplatz "Kobach".

Bernd Heinz selbst sieht seine Aktivitäten als Beitrag für das Wohlbefinden im Wald. "Die Menschen merken gerade in dieser Zeit der Corona-Pandemie, wie wertvoll die Natur ist. Sie bietet auch in Krisensituationen wie dieser die Chance, sich mit Abstand außerhalb der eigenen vier Wände zu bewegen." Gemeinsam mit dem Frankenwaldverein Kleintettau, dem Forstbetrieb Rothenkirchen und Revierleiter Christian Goldammer habe man einen weiteren positiven Beitrag für das Wohlbefinden der Naturliebhaber und der Tierwelt kreiert. So wurden an der Millionenstraße eine überdachte Sitzgruppe sowie ein Barfußbad, auf dem besondere Sinneseindrücke und die damit verbundene Entspannung erlebt werden kann, errichtet. Das sei aber längst noch nicht alles. Entlang des Naturlehrpfades wurden 40 Quartiere für Fledermäuse und verschiedene Vogelarten aufgehängt. Diese Wohnräume für Vogelarten und Fledermäuse wurden alle in Sichtweite angebracht, um Beobachtungen zu ermöglichen.

Forstbetriebsleiter Hagemann führte dazu aus, dass der Wald immer mehr an Bedeutung gewinnt, sei es als Urlaubs-, Entspannungs- oder Erholungsort. "Das gilt besonders für den Frankenwald, der mit immer mehr attraktiven Wanderrouten, Radwegen und Freizeitangeboten auf sich aufmerksam macht."

Der Forstbetrieb Rothenkirchen habe dazu seit vielen Jahren mit zahlreichen Angeboten im Staatswald beigetragen. Besonders seit der Verleihung des Titels "Waldgebiet des Jahres", mit dem der Frankenwald 2017 bedacht wurde, habe sich das Interesse für die Region noch einmal deutlich gesteigert.

Für den Sinnespfad gab es einen Zuschuss in Höhe von 4500 Euro auf die Gesamtinvestition von 5000 Euro. An der Errichtung wirkten auch zwei Tettauer Firmen mit. Bürgermeister Peter Ebertsch zeigte sich daher sehr erfreut über dieses neue Angebot. Er dankte allen Beteiligten, die an der Errichtung dieser Bereicherung des Freizeit- und Lehrangebotes im Tettauer Raum einen Anteil hätten. "Der Sinnespfad ist eine wunderbare Ergänzung zu dem bereits bestehenden Dichterpfad, zum Waldlehrpfad und zum ‚Grünen Klassenzimmer‘".

Tettaus Altbürgermeister Alfred Schaden, der auch Obmann des Frankenwaldvereins ist, hob abschließend die gute Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Rothenkirchen und besonders mit den Verantwortlichen Peter Hagemann und Christian Goldammer hervor.

 

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