Theater Schloss Maßbach Der Junge ohne Vergangenheit

Das Theater Schloss Maßbach bringt dei mysteriöse Geschichte des Caspar Hauser auf die Bühne auf die Bühne. Gastspiele führen in die Region.

Groß ist das Interesse an dem Findelkind Caspar Hauser. Doch wirklich akzeptiert wird er von der Gesellschaft nicht. Foto: Sebastian Worch

Das Theater Schloss Maßbach geht mit seiner Inszenierung „Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens“ auf Gastspielreise durch die Region. Susanne Pfeiffers Bühnenfassung des Romans von Jakob Wassermann beginnt mit dem Auffinden des hilflosen, fast sprachunfähigen jungen Mannes 1828 in Nürnberg und endet mit seinem rätselhaften Tod fünf Jahre später in Ansbach. Trotz des immensen öffentlichen Interesses bleibt seine Vergangenheit im Dunkeln. Caspar wird untersucht, unterrichtet und bei verschiedenen Vormündern untergebracht. Es gibt anonyme Drohungen und bald auch unheimliche Mordanschläge auf ihn. Über die wahre Herkunft des Findlings wird bis heute spekuliert.

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„Ein Junge ohne Vergangenheit, ein rätselhaftes Verbrechen, ein Krimi ohne Auflösung, eine Gesellschaft, die einen Menschen nicht als Menschen anerkennen kann – Caspar Hausers Existenz stellt unsere Vorstellung von Menschlichkeit auf die Probe.“, erklärt Susanne Pfeiffer, die die Urafführung selbst inszeniert hat.

Wichtiger Romancier der Weimarer Republik

Jakob Wassermann, 1873 in Fürth geboren, stammte aus einer jüdischen Familie. Er gehörte zu den wichtigsten und am meisten gelesenen Romanciers der Weimarer Republik. „Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens“ erschien als Roman 1908.

Gastspieltermine: 16. Februar, 19.30 Uhr Lichtenfels, Stadthalle; 19. Februar, 19.30 Uhr Eiterfeld, Bürgerhaus; 25. Februar, 19.30 Uhr Bad Brückenau, Lola-Montez-Saal; 10. März, 20 Uhr Haßfurt, Stadthalle; 17. März, 19.30 Uhr Ebern, Kantinensaal Valeo.