- Mit Stefan Möller wird ein Vertrauter von Höcke zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Er erhält 76,54 Prozent. Der Thüringer AfD-Co-Chef Möller nennt Höcke in seiner Rede einen Weggefährten und Freund, weist aber Darstellungen zurück, er sei von ihm ferngesteuert.
- Neu auf dem Vize-Posten ist zudem Katrin Ebner-Steiner. Die Co-Vorsitzende der bayerischen AfD-Landtagsfraktion sagt, man wolle Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) "aus der Staatskanzlei jagen". Sie tritt ohne Gegenkandidaten an und erhält knapp 56 Prozent.
- Auf den dritten Vize-Posten wählen die Delegierten Sven Tritschler aus Nordrhein-Westfalen, der die AfD "an der Schwelle zur Macht" sieht. Er erhält 50,7 Prozent und setzte sich gegen Kay Gottschalk durch. Der Bundestagsabgeordnete versucht vergeblich, mit Parolen wie "Remigration löst viele Probleme" zu punkten.
- Neuer Bundesschatzmeister der AfD ist Hannes Gnauck. Der ehemalige Chef der inzwischen aufgelösten Jungen Alternative setzt sich einer Kampfkandidatur gegen den langjährigen Schatzmeister Carsten Hütter durch.
Weniger Veränderung in der dritten Reihe
Die restlichen Posten im Bundesvorstand werden teils mit bekannten, teils mit neuen, jüngeren Gesichtern besetzt. Zu denen, die im Amt bestätigt werden, zählt etwa Dennis Hohloch aus Brandenburg. Er sagt: "Wir wollen nicht, dass Deutschland wird wie Offenbach." Die Stadt in Hessen ist die deutsche Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil. Unter den Neuen ist der Chef der im Herbst gegründeten Nachwuchsorganisation, Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm. Er sagt, ihm sei wichtig, "dass unsere Kinder und Kindeskinder wieder in Sicherheit, Freiheit und Wohlstand leben können, als Deutsche in Deutschland unter Deutschen, darunter machen wir es nicht".