Tierschutz in den Haßbergen So sieht ein digitales Tierheim aus

Wie Tierschutz und Technik Hand in Hand gehen, zeigt das Tierheim in Zell bei Knetzgau. Für die Mitarbeitenden gab es nun den Bürgerenergiepreis.

Das Tierheim bei Zell in Knetzgau. Foto: Tierschutzinitiative Haßberge

Am vergangenen Dienstag hat die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk Netz) in Kooperation mit der Regierung von Unterfranken zum elften Mal den Bürgerenergiepreis in Unterfranken verliehen. Einer der diesjährigen Preisträger ist die Tierschutzinitiative Haßberge e.V. aus Knetzgau (Landkreis Haßberge).

Nach der Werbung weiterlesen

Dort optimierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit viel ehrenamtlichem Engagement die Heizanlage des Tierheims Haßberge in Zell bei Knetzgau. Ein eigens programmiertes Steuerungssystem steigert hier jetzt die Effizienz der gesamten Heizanlage. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz unterliegt die Steuerung einer andauernden Selbstoptimierung, da das Nutzerverhalten und die Gebäudestruktur miteinander in Einklang gebracht werden. Eine programmierte Smart Home Anwendung, die unter anderem eine Fernüberwachung des Gebäudes und der Energiesysteme ermöglicht, ergänzt das System.

Technik und Tierschutz

Heizungsanlage und Steuerungstechnik sorgen für eine immense Energieeinsparung. Durch die Photovoltaikdachanlage wird ein hoher Selbstversorgungsgrad erreicht und für Betriebsfahren kommt ein E-Fahrzeug zum Einsatz. Eine Regenwasserzisterne sowie selbst angebautes Futter unterstützen den nachhaltigen Betrieb. Das Projekt zeigt, wie Technik und Tierschutz Hand in Hand gehen können – und nimmt so eine Vorbildfunktion für andere Tierheime ein, heißt es von der Bayernwerk Netz GmbH. Die Initiative erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Die Preisträger: Tierschutzinitiative Haßberge e. V. - Von links nach rechts: Dr. Susanne Weizendörfer, Regierungspräsidentin von Unterfranken, Ralf Merkel, Jana Schwemler, Celine Attrot, Matthias Jung (alle Tierschutzinitiative Haßberge e.V.), Birgit Bayer, Stellvertretende Landrätin, Landkreis Haßberge, Stefan Paulus, 1. Bürgermeister Knetzgau, Markus Leczycki, Leiter Kommunalmanagement Bayernwerk Netz GmbH Foto: Regierung von Unterfranken/Bayernwerk Netz GmbH/Alexander Warkotsch

„Es gibt so viele Möglichkeiten, das Gelingen der Energiewende zu unterstützen. Mit dem Bürgerenergiepreis bieten wir denjenigen eine Bühne, die sich mit viel Engagement genau dafür einsetzen. Bei der Gestaltung der Energiezukunft brauchen wir viele solche Vorbilder“, sagte Markus Leczycki, Leiter Kommunalmanagement der Bayernwerk Netz GmbH. Ausgezeichnet wurden alle Preisträger von der unterfränkischen Regierungspräsidentin Susanne Weizendörfer.

Jetzt schon für 2026 bewerben

Mit dem Bürgerenergiepreis werden Menschen geehrt, die mit ihren Ideen und Projekten Impulse für die Energiezukunft geben und sich für Umwelt, Klima und Energiethemen stark machen. Die Verleihung fand in Würzburg in den Räumen der Regierung von Unterfranken statt. Insgesamt wurden 10.000 Euro Preisgeld vergeben.

Der Preis wird in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz verliehen. Bewerbungen können das ganze Jahr über eingereicht werden. Der Bewerbungsbogen ist im Internet unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden. Teilnehmen können Vereine, Kindergärten, Schulen, aber auch Privatpersonen.