Tischtennis-Landesliga Weidhausen im Hurra-Stil

Hans Franz
Einen Tag vor seinem 16. Geburtstag beeindruckte David Fischer (Bild) vom FC Adler Weidhausen beim 9:3-Sieg gegen den TSV Zell mit starken Leistungen. So gewann er sowohl das Doppel mit Yannick Rauscher als auch seine beiden Einzel. Foto: Hans Franz

Neuling FC Adler Weidhausen trumpft in der Tischtennis-Landesliga mit 9:3 gegen den TSV Zell auf. Eine Etage höher verbucht der TSV Untersiemau in der Verbandsliga eine Niederlage und ein Unentschieden.

Ein Teil der Mannschaften, die auf Tischtennis-Verbandsebene antreten, ist am vergangenen Wochenende in die neue Tischtennis-Saison gestartet. Dabei holte der TSV Untersiemau in der Herren-Verbandsliga Nordost eine Punkt aus zwei Spielen, während eine Klasse tiefer in der Landesliga Neuling FC Adler Weidhausen mit einem 9:3-Erfolg gleich einmal ein Ausrufezeichen setzte.

Ein gewisses Neuland betreten die Tischtennis-Herrenmannschaften der Verbandsliga, indem sie nicht mehr mit Sechser-, sondern mit Vierer-Teams in der neuen Runde 2022/23 auf Punktejagd gehen. Als am Wochenende der Startschuss in der bayerischen Nordost-Liga fiel, waren allerdings erst drei der zehn Mannschaften im Einsatz.

TSV Untersiemau

Gleich zweimal musste dabei der TSV Untersiemau ran. Geriet er zum Auftakt im Oberfranken-Derby beim TTC Rugendorf noch mit 2:8 unter die Räder, so konnte er zumindest fünf Stunden später in eigener Halle mit dem 5:5 gegen den TuS Schnaittenbach den ersten Zähler verbuchen.

Gespannt waren die Untersiemauer, wie es sich als Quartett nunmehr spielen lässt. Allerdings musste ihr Routinier Pavel Krol nach dem ersten Treffen feststellen, dass es in Rugendorf nicht gut gelaufen ist. „Im Anschluss haben wir zu Hause gegen Schnaittenbach aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung unsere Klasse gezeigt und bewiesen, dass wir die Liga als Quartett halten können.“ Krol blickt auch schon voraus und meint, dass der TSV in der nächsten Partie am 1. Oktober mit dem gleichen Kampfgeist und einer ähnlich guten Leistung gegen den TTC Hof als Sieger hervorgehen kann. Vierer-Mannschaften hin oder her: Untersiemaus Mannschaftsführer Fabian Markert ist von dieser Umstellung einfach nicht zu begeistern.

TTC Rugendorf – TSV Untersiemau 8:2. Konnten die Gäste im April mit sechs Akteuren aus Rugendorf mit einem 8:8 noch einen Zähler entführen, so mussten sie nun mit vier Mann gehörig Federn lassen. Dabei begann dieses Oberfranken-Duell für den TSV noch nicht einmal schlecht, denn nach dem Doppelerfolg der Formation Michal Bozek/Fabian Markert und dem Einzelsieg von Bozek stand es 2:2. Doch dann riss der Faden völlig. Alle sechs folgenden Paarungen wurden in den Sand gesetzt, sodass eine deutliche Auswärtspleite zu Buche stand. Die beste Möglichkeit noch ein Einzel zu gewinnen hatten Bozek und Markert. Beide jedoch scheiterten jeweils im fünften Durchgang.

Ergebnisse: Holan/Socher – Krol/Funk 3:0, Hofmann/Jobst – Bozek/Markert 2:3, Holan – Krol 3:0, Hofmann – Bozek 1:3, Jobst – Funk 3:1, Sochor – Markert 3:1, Holan – Bozek 3:2, Hofmann - Krol 3:1, Jobst - Markert 3:2, Sochor – Funk 3:0.

TSV Untersiemau – TuS Schnaittenbach 5:5. Nach der Abfuhr in Rugendorf zeigte sich Untersiemau im Heimspiel gut erholt. Mit dem Sieg des Duos Bozek/Markert und der Einzel-Erfolge von Pavel Krol und Markert lagen die Hausherren gegen die Oberpfälzer mit 3:2 vorne. Da jedoch in den folgenden drei Duellen nur Bozek punkten konnte, musste ein 4:5-Rückstand registriert werden. Der sechste Punkt und damit der Sieg für Schnaittenbach lag schon in der Luft, da sich Gabriel Funk mit 1:2-Sätzen im Hintertreffen befand. Doch nun zeigte der Untersiemauer starke Nerven und riss mit einem 12:10 und 13:11 das Ruder zum verdienten Remis noch herum.

Ergebnisse: Krol/Funk – Drozda/Prstec 1:3, Bozek/Markert – Kurs/Grünwald 3:0, Bozek – Prstec 2:3, Krol – Drozda 3:2, Markert – Grünwald 3:1, Funk – Kurs 1:3, Bozek – Drozda 3:1, Krol – Prstec 0:3, Markert – Kurs 1:3, Funk – Grünwald 3:2.

FC Adler Weidhausen

Im Hurra-Stil sind die Tischtennis-Herren des FC Adler Weidhausen nach ihrem Aufstieg in die Landesliga in die neue Punkteserie gestartet. Im einzigen Treffen dieser Liga zum Saisonauftakt bezwangen sie den TSV Zell deutlich mit 9:3. Nicht nur das klare Endergebnis des Adler-Teams gegen die Mannschaft aus dem Fichtelgebirge kann sich sehen lassen, sondern auch das Satzverhältnis von 29:12. Eine wesentlich schwerere Aufgabe steht Weidhausen bevor, wenn das Team um den jungen Spitzenspieler David Fischer am Samstag, 24. September, ab 19 Uhr im Derby beim TTC Tiefenlauter seine Visitenkarte abgibt.

FC Adler Weidhausen – TSV Zell 9:3. In allen drei Eingangsdoppeln spielten die Hausherren die erste Geige und gaben dabei nur einen völlig unbedeutenden Satz ab. Nach dieser beruhigenden 3:0-Führung ließ David Fischer im ersten Tageseinzel gegen Paul Späthling nichts anbrennen (11:1, 11:7, 11:9) und erhöhte auf 4:0. Nicht richtig zur Entfaltung kam Yannick Rauscher gegen den Gäste-Spitzenspieler Alexander Heinold und musste nach knappen Niederlagen (9:11, 7:11, 11:13) den ersten Zähler für die Gäste zulassen.

Von dieser Niederlage ließen sich Christian Leffer und Mirko Duckstein überhaupt nicht beeindrucken. Mit ungefährdeten Drei-Satz-Erfolgen schraubten sie den Vorsprung auf 6:1. Nicht unbedingt das Glück auf seiner Seite hatte der von der zweiten in die erste Mannschaft aufgerückte Tom Hoger. Er zog unter anderem zweimal mit 9:11 den Kürzeren, sodass der TSV Zell auf 2:6 verkürzte. In der letzten Paarung des ersten Einzelabschnitts musste Joel Fischer zwar den dritten Satz abgeben, doch letztlich ließ er sich von Thomas Rotsching nicht die Butter vom Brot nehmen (11:4, 11:3, 8:11, 11:8).

Knapp und damit spannend ging es zwischen seinem Bruder David Fischer und Alexander Heinold im Spitzenspiel zu. Nach dem 1:1-Satzgleichstand (11:9, 8:11) zeigte sich David Fischer einen Tag vor seinem 16. Geburtstag von seiner besten Seite und behielt mit 11:8 und 11:9 die Oberhand. Obwohl Rauscher nach drei Durchgängen mit 2:1 vorne lag, musste er noch mit 9:11 und 10:12 die Segel streichen. Dieser dritte Zähler für die Gäste sollte aber auch schon ihr letzter Punktgewinn an diesem Tag sein. Christian Leffer ließ Klaus Heinold keine Chance (11:9, 11:6, 11:5) und zog den Schlussstrich unter den deutlichen Heim- und Auftaktsieg des Liganeulings.

Ergebnisse: Rauscher/J. Fischer – K. Heinold/Göhring 3:0, D. Fischer/Hoger – A. Heinold/Späthling 3:0, Leffer/Duckstein – Völtl/Rotsching 3:1, D. Fischer – Späthling 3:0, Rauscher – A. Heinold 0:3, Leffer – Völtl 3:0, Duckstein – K. Heinold 3:0, Hoger – Göhring 0:3, J. Fischer – Rothsching 3:1, D. Fischer – A. Heinold 3:1, Rauscher – Späthling 2:3, Leffer – K. Heinold 3:0.

 

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