Feuerwehr-Großeinsatz Aufwendige Bergung auf A 73

red

Ein schief gegangener Autotransportversuch hat am Mittwochnachmittag zu einem Schaden in Höhe von rund 10.000 Euro, einer kurzzeitigen Sperrung der Autobahn und einem Feuerwehrgroßeinsatz geführt.

Eisfeld/Coburg - Offenbar war falsches Beladen der Grund dafür, dass der Anhänger zunächst ins Schlingern geriet, umkippte und das Fahrzeug gegen die Leitplanke drückte. Zu dem Unfall, der sich am Mittwochnachmittag kurz hinter der thüringischen Landesgrenze auf bayerischer Seite ereignete, wurden Rettungsdienst und Feuerwehr aus beiden Ländern gerufen.

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Die beiden Fahrzeuginsassen konnten vor Ort ambulant behandelt werden und mussten nicht ins Krankenhaus. Deren Transporter und das aufgeladene Fahrezug sind laut Polizei Totalschaden. Den Schaden schätzen die Beamten auf etwa 15.000 Euro.

Für das Aufrichten des Anhängers musste ein Kran angefordert werden. Während dessen Einsatzes war die Autobahn zwischenzeitlich gesperrt. it/cob

Verursacher dieses Szenarios war ein 55-Jähriger aus dem Bodenseelandkreis, der zusammen mit einem 24-jährigen Bekannten einen Mercedes-Benz Vito von Lautertal aus in eine Werkstatt nahe seines Wohnortes überführen wollte. Hierzu lieh sich der 55-Jährige das Zugfahrzeug, einen VW-Transporter, von einem Bekannten aus, der Transportanhänger wurde angemietet. Obwohl die zulässige Anhängelast deutlich überschritten war, starteten die beiden nach Festzurren des Mercedes Vito kurz nach 15 Uhr ihre Überführungsfahrt, wie die Polizei berichtet. Dabei fiel ihnen nicht auf, dass das Gespann wegen unprofessioneller Ladungssicherung eine negative Stützlast aufwies. Das hatte zur Folge, dass der Anhänger bereits nach rund zwei Kilometern Autobahnfahrt ins Schlingern geriet und sich immer weiter aufschaukelte.

Der Anhänger mit dem aufgeladenen Mercedes Vito kippte schließlich um, sprang von der Anhängerkupplung und kam nach rund 20 Metern auf Standstreifen und rechter Fahrspur zum Stillstand. Der VW T4 schleuderte gegen die rechte Außenschutzplanke und schlug frontal in sie ein. Beide Fahrzeuginsassen blieben glücklicherweise unverletzt, der VW-Transporter hatte nach dem Unfall aber nur noch Schrottwert. Da der aufgeladene Mercedes Vito mit dem Anhänger umkippte, wurde auch er auf der gesamten linken Seite eingedrückt. Zusammen mit sechs beschädigten Leitplankenfeldern belief sich der Gesamtschaden auf rund 10.000 Euro.

Da aufgrund unterschiedlicher Mitteilungen zunächst von einem umgekippten Lastwagen ausgegangen worden war, rückten die Feuerwehren aus Meeder, Lautertal und Ebersdorf bei Coburg mit einem Aufgebot von 25 Einsatzkräften und einem Warnleitanhänger aus. Die Absicherung durch die Feuerwehr erleichterte die Unfallaufnahme der Spezialisten der Verkehrspolizeiinspektion Coburg wesentlich. Außerdem kümmerten sich die Einsatzkräfte in Absprache mit der Polizei auch um eine 30-minütige Vollsperrung der Südfahrbahn, die zur Bergung des umgekippten Anhängers mit einem Abschleppkran erforderlich war. Rund zwei Stunden später war die Unfallstelle geräumt und die Autobahn wieder störungsfrei befahrbar. Den Unfallverursacher erwartet nun ein Bußgeldverfahren mit einem Bußgeld von voraussichtlich mehreren hundert Euro.