Bloß nicht krank werden bei der Mission, den großen Rivalen erneut zu schlagen: Am ersten Tour-Tag lieferten sich die Topstars schon einen spannenden Schlagabtausch. Giro-Sieger Jonas Vingegaard bestätigte seine starke Form und bejubelte den Tagessieg - zwölf Sekunden vor dem Dritten Tadej Pogacar, dem Dauerrivalen des Dänen. Zuletzt gewann Pogacar die Tour in den vergangenen beiden Jahren.
Engelhardt mit Fluchtversuch
Pogacar grämte sich nicht zu lange. Er sagte, dass er mit voller Motivation in Tour-Tag zwei starten wolle. "Wenn es eine Chance dazu gibt, versuchst du es immer. Aber heute ist das größte Ziel, sicher zu bleiben und die Anstiege zu überleben", sagte Pogacar vor dem Rennen über die Ambitionen, das Gelbe Trikot zurückzugewinnen.
Schon kurz nach dem Start in der südlich von Barcelona gelegenen Stadt Tarragona krachte es und mehrere Fahrer waren in einen Sturz verwickelt, darunter Top-Sprinter Biniam Girmay. Doch für den Profi aus Eritrea ging es direkt weiter.
Währenddessen versuchte sich der neue deutsche Meister und Tour-Debütant Felix Engelhardt mit zwei anderen Mitstreitern in einer Spitzengruppe. Sie fuhren teilweise einen Abstand von fast vier Minuten heraus. Doch das kurz nach dem Start eingeleitete Unterfangen wurde rund 30 Kilometer vor dem Ziel beendet.
Profis siedeln nach Frankreich über
Am Montag verlassen die Radprofis Barcelona und siedeln nach Frankreich in die Pyrenäen über. Allerdings bedrohen Waldbrände in Südfrankreich die dritte Etappe. Bis zum Abend werde entschieden, ob die Etappe wie geplant stattfinden kann, sagte der Präfekt des Departements Pyrénées-Orientales, Pierre Regnault de la Mothe, bei einer Pressekonferenz, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete.
Nach dem Start im spanischen Granollers geht es in den Skiort Les Angles. Auf Vingegaard & Co warten knapp 200 Kilometer und 3850 Höhenmeter. Vor dem Abschied aus Spanien ist der Col de Toses - ein Anstieg der ersten Kategorie - zu bewältigen.