Offenbar wollte Evenepoel vor allem, dass ihm der Deutsche den Sprint um die Bonussekunden im Ziel anzieht. "Ich habe um einen Leadout gebeten und keinen bekommen", zitierte ihn das Portal "Sporza". Lipowitz selbst hatte nach dem Zieleinlauf noch erklärt, dass die Zusammenarbeit mit Evenepoel gut geklappt habe. "Ich glaube, wir können zuversichtlich sein", meinte der 25-Jährige.
In der Gesamtwertung liegen beide Fahrer unter den besten zehn. Evenepoel hat als Vierter 3:30 Minuten Rückstand auf Pogacar, Lipowitz liegt auf Rang sieben mit vier Minuten Abstand zum Slowenen. Die Teamkollegen haben also noch gute Chancen auf das Podium.
Ungleiches Duo wird auf die Probe gestellt
Im Vorfeld der Tour hatte Teamchef Ralph Denk noch alle Bedenken über mögliches Konfliktpotenzial beiseitegeschoben. Evenepoel hatte dagegen genervt auf einige Fragen nach der Dynamik des ungleichen Duos reagiert.
Am Tourmalet hatte Lipowitz seinen Teamkollegen zunächst abgehängt. In der Abfahrt fuhr der Olympiasieger die Lücke aber zu. Es war trotzdem ein erster Fingerzeig, dass der deutsche Vorjahresdritte im Hochgebirge der Stärkere ist.
In den kommenden Tagen stehen zunächst keine großen Bergprüfungen an, aber am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli könnte das Duo im Zentralmassiv wieder auf die Probe gestellt werden. Zwischen Aurillac und Le Lioran sind 3.800 Höhenmeter und zwei Bergwertungen der ersten Kategorie zu überwinden.