Die taiwanischen Behörden hatten seit Tagen vor dem schwersten Taifun der Saison gewarnt, doch trotz weitreichender Vorkehrungen waren die Anwohner nicht auf eine derart archaische Naturgewalt gefasst, als ein Stausee im Landkreis Huailen überlief. Straßenzüge wurden unter tiefschwarzen Erdmassen verschüttet, Häuser in kleinste Teile zertrümmert. Anwohner suchten Zuflucht auf ihren Dächern oder klammerten sich an Strommasten fest. Einige beschrieben das, was sie sahen, als „Katastrophenfilm“ in Echtzeit.