„Wenn man kein Ende sieht, muss einmal Schluss sein“, befand Harald Kuhn (Grüne): „Wir sollten einen Beschluss fassen, und wenn Bedarf da ist, soll der Staat einspringen.“
Harald Pascher (FDP/FB) ging auf die Einsparungen ein. Wenn diese gegeben seien, sollte doch eine Erhöhung des Zuschusses vielleicht gar nicht mehr nötig sein. Thomas Dietzel (Linke) fragte hinsichtlich der über 10 000 Flugbewegungen: „Warum legt man die Kosten nicht auf diese Bewegungen um? Dadurch könnten die Nutzer mehr betragen, dass eine schwarze Null herauskommt.“
Günther Werner (FW), 1. Bürgermeister von Haßfurt und damit Mitgesellschafter, erinnerte daran, dass der Stadtrat bei einer Gegenstimme einer Erhöhung zugestimmt habe. Der Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt habe ja die höchsten Flugzahlen im nordbayerischen Raum. Die Stadt Bayreuth, mit weniger Flugbewegungen, stelle jährlich eine Kostensumme von über 400 000 Euro in ihren Haushalt ein, „und wir streiten uns über 25 000 Euro“. Der Verkehrslandeplatz sei für die Region wichtig, „und wir sollten uns keine Blöße geben, ein verwaistes Gebiet zu werden“, so Günther Werner.
Gerhard Zösch (CSU) meinte, dass es in all den Jahren schon immer Stimmen gegen den Flugplatz gegeben habe und „mancher wollte ihn sogar schon an die Wand fahren lassen“. Der Flugplatz sei aber eine wichtige Einrichtung und „manch Firma hätte sich ohne Flugplatz hier nicht angesiedelt“, so Zösch: „ Andere Landkreise würden sich die Finger danach lecken, mit solch wenigen Kosten einen Flugplatz zu haben.“
Ähnlich sah es Landrat Wilhelm Schneider. „Coburg und Bamberg bauen aus und wir diskutieren um einen Zuschuss von 25 000 Euro, weil ein Gesellschafter ausgeschieden ist. Deswegen versuchen wir auch andere mit ins Boot zu holen.“ Die IHK habe aber nur eine einmalige Förderung von 50 000 Euro geben können. Der neue Geschäftsführer habe in seiner kurzen Zeit schon viel bewegt „und wir sind gut aufgestellt“, so der Landrat.
Man habe sich auch schon Gedanken über die Landegebühren gemacht, aber diese müssten auch mit den Nachbarlandkreisen vergleichbar sein.
Mit 9:4 Stimmen beschloss dann das Gremium schließlich eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses um 25 000 Euro auf 75 000 Euro für die Jahre 2021 bis 2023.