Tübingen Baden-Württemberg gibt geraubte Zarenurkunde zurück

Baden-Württemberg und die Universität Tübingen haben eine während des Zweiten Weltkriegs geraubte Urkunde Peters des Großen (1672-1725) an die Ukraine zurückgegeben.

Tübingen - Das aufwendig gestaltete Einzelstück wurde am Donnerstag vom Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Walter Lindner, überreicht. Das Dokument befand sich seit den 1950er-Jahren im Besitz der Tübinger Hochschule. Der russische Zar bestätigte damit 1708 die Ernennung des Erzbischofs von Kiew.

Zu der Rückgabe war es gekommen, nachdem eine deutsch-ukrainische Forschergruppe zur Herkunft der Urkunde recherchiert hatte. Sie fanden heraus, dass das Dokument vermutlich 1941 während der deutschen Besatzung aus Kiew entwendet wurde. Nach Kriegsende gelangte es in den Verkauf und so schließlich in den Besitz der Universität.

 

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