Überraschende Wendung Bayerischer Fußball-Verband entwirft Saisonabbruchszenario

Durch die Corona-Pandemie ist die im bayerischen Amateurfußball ursprünglich im Spätsommer 2019 begonnene Saison noch immer nicht zu einem Ende gekommen. Anders als alle anderen Amateurfußballverbände in Deutschland hatte der BFV die Saison nicht abgebrochen, um eine neue zu starten. Nun aber haben die BFV-Oberen ein Abbruchszenario entwickelt. Foto: Foto: imago images/HMB-Media/Joaquim Ferreira via www.imago-images.de

Der Vorstand des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) hat  in einer Videoschalte am Montagabend ein konkretes Abbruchszenario der Spielzeit 2019/21 entworfen. Zu einem sofortigen Abbruch  konnten sich die BFV-Verantwortlichen aber noch nicht durchringen. Doch kann bis 3. Mai bayernweit kein „nahezu uneingeschränkter Trainingsbetrieb“ stattfinden, ist Schluss. Dies gilt für Frauen, Herren, Juniorinnen und Junioren gleichermaßen.

Am Ende war der Druck der Vereine offenbar doch  zu groß geworden. Nach einem Brandbrief von 17 Landes- und Bayernligisten aus dem Osten Bayerns Ende der vergangenen Woche, der in der gesamten bayerischen Fußballszene auf große Zustimmung stieß, und einer Videokonferenz mit Vertretern aus den Landes- und Bayernligen setzte sich der BFV-Vorstand am Montagabend in einer Videokonferenz zusammen – und verabschiedete  einen Vier-Punkte-Plan. Dessen Kernaussage: Um noch möglichst viele oder alle der ausstehenden Spiele der Punkt-Runden zu Ende zu bringen, braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai 2021. Sollte dies nicht der Fall sein, muss über einen Abbruch der Verbandsspielrunden entschieden werden. Hierzu werden alle Vereine vor der Entscheidung des Verbandsvorstands durch Einholung eines Meinungsbilds mit einbezogen. Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die Bestimmungen der Spielordnung (§ 93 SpO) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor.


Auch der Ligapokal vor dem Aus
Auch ursprünglich  geplante Liga-Pokal wird gekippt. Dann nämlich, wenn  ab dem 19. April (bis zu diesem Datum wurde der Lockdown vorerst verlängert) kein flächendeckender Trainingsbetrieb mit Kontakt in Bayern möglich ist. Dieser Pokalwettbewerb  wird dann als Zusatzwettbewerb auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene gestrichen. Für den Ligapokal der Regionalliga Bayern (dort wird unter anderem ein DFB-Pokal-Teilnehmer ausgespielt) gilt diese Abbruch-Regelung aber nicht. Dort müsse zusammen mit den betreffenden Vereinen eine gesonderte Entscheidung getroffen werden, heißt es in der Mitteilung des BFV.

Unvorstellbar und für nicht realisierbar hält der BFV-Vorstand zudem eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs unter der Voraussetzung, dass von jedem Spieler jeweils ein negativer Corona-Test vorzuweisen ist.

Durch die  Corona-Pandemie ist bekanntlich die im bayerischen Amateurfußball ursprünglich im Spätsommer 2019 begonnene  Saison  noch immer nicht zu einem Ende gekommen. Anders als alle anderen  Amateurfußballverbände in Deutschland hatte der BFV die Saison nicht abgebrochen, um eine neue zu starten.

 

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