Umfrage der Woche Braucht auch Coburg eine „Musikempfehlung“ für Feste?

Eine „schwarze Liste“ der Stadt Erlangen für die Bergkirchweih entfacht eine Debatte über Partyhits und Grenzen der Feierkultur bei Volksfesten. Wie denken Sie darüber?

Auch auf dem Coburger Vogelschießen wird jedes Jahr zu Musik gefeiert. Foto: NP/Michael von Aichberger

Noch bevor das Coburger Vogelschießen, das Kronacher Freischießen oder das Eberner Stadtfest begonnen haben, kommt es im Vorfeld zu Diskussionen über die dort gespielte Musik. Anlass dafür ist eine Debatte aus Erlangen: Bei der Bergkirchweih hatte die Stadtverwaltung Festwirte und Bands gebeten, auf mehrere Lieder mit anzüglichen, sexistischen, diskriminierenden oder gewaltverherrlichenden Inhalten zu verzichten.

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Betroffen sind unter anderem bekannte Partyhits wie „Layla“, „Joana“, „Baby Bell“ sowie mehrere Songs von Mickie Krause. Auch das sogenannte „Donaulied“, dessen Text wegen Anspielungen auf sexualisierte Gewalt seit Jahren kritisiert wird, steht auf der Liste. Selbst der Kultsong „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang findet sich unter den genannten Titeln.

Die Stadt betont jedoch ausdrücklich, dass es sich nicht um ein Verbot handelt. Die Liste solle vielmehr der Orientierung dienen und für einen sensibleren Umgang mit problematischen Liedtexten auf Volksfesten werben.

Dennoch wird die Debatte kontrovers geführt: Während die einen darin ein wichtiges Signal gegen Sexismus und diskriminierende Inhalte sehen, sprechen andere von übertriebener Reglementierung und einem Eingriff in die Feierkultur auf Volksfesten.

In der Umfrage der Woche will die Redaktion von den Leserinnen und Lesern wissen, wie sie zu diversen Musikempfehlungen für Volksfeste stehen. Machen Sie mit oder diskutieren Sie in der NP-Community „Plural“, indem Sie auf den „Jetzt kommentieren“-Button oben klicken oder direkt auf plural.place gehen.