Mehr Fokus auf innere Sicherheit?
Dass Fragen der inneren Sicherheit insgesamt für die aktuelle Regierung einen größeren Stellenwert haben als für die Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP, glauben 36 Prozent der Menschen in Deutschland. 44 Prozent sehen hier keinen Unterschied. Neun Prozent meinen, dass dieses vor allem von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) besetzte Politikfeld für die schwarz-rote Bundesregierung eine weniger große Bedeutung hat als für die Ampel-Regierung. Elf Prozent der Befragten äußerten sich hierzu unentschieden. Die Grünen hatten Dobrindt zuletzt vorgeworfen, er beschäftige sich zu wenig mit innerer Sicherheit und sei zu stark auf Migrationsfragen fokussiert.
Nach der Corona-Pandemie, der zeitweise sehr hohen Inflation, dem Ukraine-Krieg und weiteren geopolitischen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen sei bei einem großen Teil der Bevölkerung eine gewisse "Erschöpfung" zu spüren, sagt Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach. Und noch ein weiteres Risiko sei zuletzt stärker in den Fokus gerückt: 71 Prozent der Menschen in Deutschland zählen laut Studie Cyberattacken auf kritische Infrastruktur zu den größten Gefahren für das Land.