Zur Info: Als Trichterbecher-Kultur wird die erste durch Ackerbau geprägte Kultur des nordischen Frühneolithikums bezeichnet. Sie erstreckte sich in der Zeit zwischen 4000 und 2700 v. Chr. von den Niederlanden bis zur westlichen Ukraine und erhielt ihren Namen wegen der für diese jungsteinzeitliche Epoche charakteristischen Tongefäßform – den Trichterbechern.
Nachnutzer dieser Megalith-Gräber waren häufig vor rund 4000 Jahren die Menschen der Schönfelder Kultur. Insgesamt gibt es in Sachsen-Anhalt noch etwa 150 Megalithgräber.
Nicht einfach ein schicker Stein für den Vorgarten
„Die Beschädigung von Monumenten führt nicht nur zu unermesslichen Verlusten für die Wissenschaft. Sie nimmt den Menschen im Land auch einen Teil ihrer kulturellen Identität und zerstört Anziehungspunkte für den Tourismus“, sagt Landesarchäologe Harald Meller. „Daher gehen wir gegen die Täter mit allen rechtlichen Mitteln vor.“
Häufig seien es engagierte Bürger und ehrenamtliche Mitarbeiter, die entscheidende Hinweise lieferten, so Meller.
Statt Raubgräber ehrenamtliche Mitarbeiter
Um generell Menschen vom Entwenden von archäologisch wertvollen Funden aus dem Boden abzuhalten, bietet das Landesamt zahlreiche Informationsveranstaltungen zum Erhalt der Kulturlandschaft an.
In Sachsen-Anhalt gibt es 350 ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger, einige haben die Erlaubnis, in bestimmten Gebieten mit der Metallsonde zu arbeiten. Denn sobald man im Boden gräbt, handelt es sich um eine Nachforschung und das ist ohne Nachforschungsgenehmigung nicht erlaubt. Rechtlich ist das im Denkmalschutzgesetz von Sachsen-Anhalt geregelt.