Untersteinach 59-Jährige stirbt bei schwerem Unfall

und Klaus Rössner

Ein Gutachter muss nun klären, wie es zu einem schrecklichen Unfall kommen konnte, der am Donnerstagnachmittag ein Menschenleben und einen Schwerverletzten forderte.

Untersteinach - Folgenschweres Unglück auf der Bundesstraße 289 bei Untersteinach: Eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Kulmbach ist am Donnerstagnachmittag mit ihrem Kleinwagen tödlich verunglückt. Der Fahrer eines Autotransporters, gegen den der Polo laut Zeugenaussagen wohl „unvermittelt“ geprallt ist, musste mit schweren Verletzungen ins Klinikum Kulmbach gebracht werden. Die B 289 musste wegen des Unfalls total gesperrt werden. Die Feuerwehr leitete den Pkw-Verkehr auf Nebenstrecken um, Lastwagen konnten den Unfallort über die noch existierende alte Trasse der Bundesstraße passieren. Die Staatsanwaltschaft rief einen Sachverständigen hinzu, um die Unfallursache zu untersuchen.

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Es war kurz nach 15 Uhr, als das furchtbare Unglück geschah. Georg Löffler, der Leiter der Stadtsteinacher Polizeiinspektion, berichtet am Unfallort, die Frau sei mit ihrem dunkelblauen VW Polo in Richtung Untersteinach unterwegs gewesen. Etwa 300 Meter vor der Talbrücke sei das kleine Fahrzeug plötzlich auf die Gegenfahrbahn gesteuert worden. Dort stieß das Auto mit einem Transporter, der zwei Pkw geladen hatte zusammen. Dabei wurde die Fahrertür aus ihrer Verankerung gerissen. „Das Fahrzeug der Frau hat sich nach dem Aufprall um 180 Grad gedreht und ist in die Leitplanke gekracht“, berichtet Löffler.

Die Unfallstelle war ein riesiges Trümmerfeld. Für die 59-Jährige, die aus dem Landkreis Kulmbach stammt, kam jede Hilfe zu spät. Die Notärztin, die sehr schnell nach dem Unfall eingetroffen war, habe nur noch den Tod der Autofahrerin feststellen können. Der Fahrer des Autotransporters, ein 48-jähriger Mann aus dem Landkreis Kulmbach, erlitt einen schweren Schock und musste vom Rettungsdienst des BRK ins Klinikum Kulmbach gebracht werden.

Im beginnenden Berufsverkehr kam es schnell zu Rückstaus in beiden Fahrtrichtungen auf der Bundesstraße. Die Feuerwehr kam dabei zu Hilfe und leitete den Verkehr um, der sich zu dem Zeitpunkt bereits weit aufgestaut hatte. Die nicht mehr genutzte Ausweichstrecke der alten Trasse musste, weil die Fahrbahn spiegelglatt war, erst gestreut werden. Dann konnte der Schwerlastverkehr aus Richtung Kulmbach diese Umleitung nutzen. Autofahrer leitete die Feuerwehr in Kauerndorf in Richtung Trebgast um. Der Verkehr aus Richtung Untersteinach wurde ebenfalls über die alte Trasse geleitet.

35 Kräfte der Wehren aus Stadtsteinach, Untersteinach und Kauerndorf waren im Einsatz. Die Besatzung der Drehleiter aus Stadtsteinach war angefordert worden, damit Übersichtsbilder von oben gemacht werden konnten. Die Feuerwehr leuchtete von der Drehleiter aus auch die Unfallstelle aus.

Stunden dauerte es, bis die Leiche der Frau geborgen und die Unfallstelle geräumt werden konnte. Den Sachschaden, der bei dem Unfall entstanden ist beziffert die Polizei auf einen fünfstelligen Betrag.