Urnengräber in Ebern Minimalismus bei der Bestattung

Helmut Will
An dieser Stelle im Friedhof Heubach werden Urnengräber entstehen. Eine Bestattung hat schon stattgefunden. Bürgermeister Jürgen Hennemann (links) und das Gremium, ließen sich von Stadtrat Thomas Limpert (Zweiter von links) die Ideen hierzu erläutern. Foto: /Helmut Will

Künftig sollen auch in Ebern mehr Urnenbestattungen möglich sein. Das beschloss der Bauausschuss. Besichtigt wurde, neben dem Friedhof, auch das Xaver-Mayr Gebäude.

Bei der Sitzung des Bauausschusses der Stadt Ebern am späten Mittwochnachmittag informierte sich das Gremium über den Baufortschritt des ehemaligen Xaver-Mayr-Anwesens in Ebern. Zudem besichtigte man den Friedhof in Heubach, um über Urnengräber zu beraten und sah sich bei der Pöppelsmühle eine Fläche an, für die ein Aufforstungsantrag vorlag.

Die Stadt Ebern saniert das ehemalige Xaver-Mayr Gebäude, welches künftig für Ausstellungen vorgesehen ist und auch Wohnungen werden dort entstehen. Vor Ort wurde der Bauausschuss von Dag Schröder und Katharina Faber, einer Architektengemeinschaft aus Schweinfurt, erwartet. Von ihnen erhielt das Gremium Informationen zum Stand der Baumaßnahmen. Schröder erklärte zunächst, dass Gewerke schon letztes Jahr ausgeschrieben waren, diese aber bei einzelnen Geboten nicht erfolgreich verlaufen sei. Nach einer neuerlichen Ausschreibung wäre nun alles geklärt. Er berichtete, dass man finanziell im Rahmen liege, bisher sogar eine geringe Unterschreitung vorhanden sei. „Wir werden alles daran setzen, die Kosten im Rahmen zu halten und zügig voran zu kommen“, sagte Dag Schröder. Die Baustelle solle nicht still stehen, in der kommenden Woche werde ein Gerüst gestellt. Der Bau sei nicht ganz einfach, da man immer wieder auf nicht vorhersehbare Probleme stoße. „Wie das halt in Altbauten der Fall ist“, kommentierte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD). Auf der Seite der Spitaltorstraße ist eine Arkade vorgesehen. „Eine gute Idee“, fand Martin Lang, technischer Leiter des Bauamtes der VG Ebern.

Im Erdgeschoss ist die Bodenplatte eingebracht. Laut Aussage des Statikers Ralf Wunderlich werde man häufig mit neuen Situationen konfrontiert, was Stützen, Decken und Wände betreffe. Das Erdgeschoss sei schon auf ein sicheres Niveau gebracht worden. Probleme gebe es auch mit Feuchtigkeit in den Wänden, erläuterten Dag Schröder und Katrin Faber. Der Rohbau soll in zwei bis drei Wochen fertig sein, dann gehe es am Dach weiter.

Da die Sperrung des Stadtberges in Ebern in sozialen Medien in der Kritik steht, sagte Hennemann, dass sich diese Maßnahme nicht vermeiden ließe. Künftig soll dort eine Ampel aufgebaut werden, sodass die Voll- in eine halbseitige Sperrung umgewandelt werden kann. Allerdings, das wurde klar, werden die Einschränkungen noch länger anhalten. Die Ampel soll etwa ab dem 25. Mai aufgestellt werden, sagte Martin Lang. Auch muss ein Kran gestellt werden und die Einschränkungen werden während der gesamten Bauzeit vorhanden sein. „Am besten gleich außen rum fahren“, sagte der Bürgermeister.

Am Friedhof in Heubach wurde das Gremium von der örtlichen Stadträtin, Anne Schneider (Grüne) erwartet. Hier geht es um die Anlage von pflegeleichten Urnengräbern, erklärte der Bürgermeister. Stadtrat und dritter Bürgermeister Thomas Limpert (FWE) aus Heubach, gab ausführliche Erläuterungen zu diesem Thema. Er dankte der Verwaltungsgemeinschaft Ebern und dem Bauhof, weil bei der Planung gute Unterstützung vorhanden war. „Bisher haben im Friedhof Heubach Urnengräber so dahin geschlummert, aber wir brauchen nun welche“, so Limpert. Begonnen solle zunächst mit sieben Urnengrabstätten werden, die um weitere sieben erweitert werden könnten. „Der örtliche Obst- und Gartenbauverein ist bereit, sich hier einzubringen, dass der Stadt für die Anlage keine Kosten entstehen“, sagte Limpert. Die Grabstätten werden in der südöstlichen Ecke der Friedhofes entstehen, wo bereits eine Urnenbestattung stattfand.

In Augenschein genommen wurde auch der Turm des Leichenhauses im Friedhof Heubach. Die Eindeckung ist teilweise schadhaft. Nach dem Willen des Bauausschusses soll von einer Fachfirma ein Kostenvoranschlag eingeholt werden.

Zwischen Pöppels- und Gemünder Mühle, beabsichtigt ein Grundstückseigentümer eine Wiese mit einer Fläche von 1,78 Hektar mit Laubholz aufzuforsten. Diesem Antrag im Wiesengrund, wo auch ein Biotop vorhanden sei, erteilte der Bauausschuss bei einer Ortseinsicht eine Absage. Außerdem verlaufe dort eine Abwasserleitung. Neun von Privatpersonen gestellten Bauanträgen wurde vom Gremium das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

 

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