Veranstaltung Großes Interesse an Feldvögeln in Ebern

Naturschützer, Jäger und Bauern setzen sich gemeinsam mit dem Lebensraum von Rebhuhn, Kiebitz und Co auseinander – und wie jeder dazu beitragen kann, sie zu schützen und zu erhalten.

Bereits am Nachmittag führte eine Exkursion zu verschiedenen Lebensräumen in der Umgebung von Ebern. Foto: Sabine Fuchs/Baunach-Allianz

Unter dem Leitgedanken „Deine Felder – meine Heimat“ fand kürzlich in Ebern eine Informations- und Austauschveranstaltung zum Thema Feldvogelschutz statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Biodiversitäts-Managerin der Baunach-Allianz Sabine Fuchs, unterstützt vom Jagd- und Bauernverband sowie der Ortsgruppe Ebern des Bund Naturschutz (BN). Zahlreiche Interessierte – darunter Landwirte, Jäger, Naturschützer und Bürger – nutzten die Gelegenheit, sich über die Lebensweise und die Situation von Kiebitz, Rebhuhn und anderen Feldvögeln zu informieren, wie es in einer Pressemitteilung der Baunach-Allianz heißt.

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Bereits am Nachmittag führte eine Exkursion zu verschiedenen Lebensräumen in der Umgebung von Ebern. Begünstigt durch das freundliche Frühlingswetter konnten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in typische Strukturen der Kulturlandschaft gewinnen. Dabei gelang auch die Beobachtung von Rebhühnern – ein erfreuliches Zeichen für die Region. Kiebitze konnten hingegen nicht gesichtet werden.

Am Abend folgte ein Vortrag von André Maslo, hauptberuflich an der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken tätig, der auf großes Interesse bei den Zuhörern stieß. Anschaulich und praxisnah berichtete er aus dem Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern“ und gab Einblicke in die Lebensweise der Feldvögel. Dabei machte er deutlich, vor welchen Herausforderungen die Arten in einer sich wandelnden Kulturlandschaft stehen. Neben Veränderungen in der Landnutzung ging er auch auf die Rolle von Prädatoren (z. B. Fuchs, Marder oder Rabenvögel) ein, die den Bruterfolg vieler Feldvögel beeinträchtigen.

Aus der Sicht des Jägers

Als Jäger brachte André Maslo zudem eine wichtige praktische Perspektive ein und zeigte auf, wie ein verantwortungsvolles Prädatoren-Management zum Schutz von Bodenbrütern beitragen kann. Besonders positiv aufgenommen wurde seine breite Sichtweise, die Naturschutz, Jagd und die Belange der Landbewirtschafter gleichermaßen einbezog. Gleichzeitig stellte er konkrete Möglichkeiten vor, wie sich Lebensräume erhalten und verbessern lassen.

In angenehmer Atmosphäre – bei Kaffee, Kuchen und kleinen Snacks – kamen die Teilnehmenden schnell ins Gespräch. Es wurde diskutiert, hinterfragt und auch kontrovers abgewogen. Dabei zeigte sich deutlich: Der Schutz von Feldvögeln kann nur gemeinsam gelingen. Die Veranstaltung bot den passenden Rahmen, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und erste Ideen für ein gemeinsames Engagement zu entwickeln. Am Ende blieb der Eindruck, dass das Interesse groß ist – und die Bereitschaft, Verantwortung für den Erhalt unserer Feldvögel zu übernehmen.