Medizinisch interessierte Tochter
Es war ein Samstag. Die damals 12-jährige Tochter habe ihre Mutter an diesem Tag in die Klinik begleitet, um dort Englischvokabeln zu lernen, berichtete die 48-jährige Chirurgin vor Gericht. Das medizinisch interessierte Kind habe dann darum gebeten, bei einer Operation zusehen zu dürfen. Dass sie das erlaubt habe, sei "sicherlich ein Fehler" gewesen, sagte die Mutter.
Nach Aussage der Angeklagten bat die Tochter gegen Ende der Operation darum, mithelfen zu dürfen. "Ich war überrascht von der Frage, aber habe ihr das nicht ausgeschlagen, was ein riesiger Fehler war", sagte der angeklagte Chirurg. Der 35-Jährige räumte ein, dass das Kind seine Hand auf das Bohrgerät oder auf seine Hand legte. Doch er habe das Gerät bedient und immer die volle Kontrolle gehabt, betonte er.