Verkaufsstart bei der SÜC Viele Coburger wollen das Neun-Euro-Ticket

Da ist es! Auch in Coburg startete am Montag der Verkauf des 9-Euro-Tickets. Foto: Steffi Wolf

Zum Verkaufsstart am Montag gehen bei der SÜC am Theaterplatz bis Mittag bereits 200 Tickets weg. Gut die Hälfte der Käufer sind Neukunden.

Das Neun-Euro-Ticket ist seit Montag im Infocenter der SÜC am Theaterplatz erhältlich und schon am ersten Tag stark nachgefragt. Um die 200 Tickets seien bis Mittag verkauft worden, heißt es von der SÜC. Gut die Hälfte sei dabei an Neukunden gegangen, die das Schnupperangebot für den öffentlichen Personennahverkehr ausprobieren wollen.

Ein mehrseitiger Infoflyer – auch erhältlich im Infocenter – beantwortet alle Fragen rund ums Ticket. Zum Beispiel wie und wo das Angebot genutzt werden kann. „Es gilt in ganz Deutschland, jeweils in den Monaten Juni, Juli und August und ist bundesweit für Bus- und Bahnfahrten im öffentlichen Personenverkehr in der 2. Klasse nutzbar“, informiert die Pressestelle der SÜC. Neben dem Infocenter am Theaterplatz gibt’s das Ticket auch direkt in den Bussen. Nach dem Kauf müssen Kunden es mit ihrem Namen versehen, also personalisieren. Wer statt eines Papiertickets eine digitale Variante wünscht, kann diese über die App „Neun-Euro-Ticket“ oder die Internetseite ticket.besserweiter.de kaufen. Webseite und App stehen allerdings erst ab dem 30. Mai zur Verfügung.

Auch im Landkreis Coburg können die Tickets bereits in allen OVF-Bussen erworben werden. „Der große Vorteil ist, dass sich jeglicher ÖPNV mit einer Karte nutzen lässt. Ausgeschlossen sind lediglich ICE, EC und IC bei der Deutschen Bahn“, erklärt Corinna Rösler, Pressesprecherin des Landkreises. Im Coburger Land bedeute das, dass alle Angebote mit dem Ticket genutzt werden können. „Dazu gehören alle Hauptlinien. Es gibt zum Beispiel stündliche Verbindung zwischen Seßlach und Weitramsdorf nach Coburg mit der Linie 8301 oder eine tolle Busverbindung nach Kronach über Ebersdorf, Sonnefeld und Grub am Forst mit der Linie 400“, ergänzt Rösler. Wen es weiter wegziehe, könne „den Coburger“ ausprobieren, der bis nach Gersfeld in Hessen fährt und auf dem Weg einige Stopps – unter anderem am Schloss Tambach – macht. „Daneben sind auch die Rufbusse im Ticket enthalten, die regelmäßig viele kleinere Orte im Landkreis mit einer Hauptlinie verbinden und somit eine gute Anbindung an Nahversorger, Arztpraxen oder Arbeitsstellen bieten.“

Gute Nachrichten auch für Studierende der Hochschule Coburg. Diese müssen nicht extra ein Neun-Euro-Ticket erwerben, sondern können einfach ihr Semesterticket vorzeigen, das dann als Fahrberechtigung gilt, wie die Hochschule mitteilt.

Im „Agilis“-Netz Oberfranken kann bereits seit Samstag in den Automaten im Zug ein Ticket erworben werden. Dort stellt man sich mit Beginn des Aktionszeitraums am 1. Juni auf eine deutlich höhere Auslastung ein. „Agilis begrüßt den Mut, neue Wege zu gehen und dieses größte Experiment der ÖPNV-Geschichte anzugehen. Allerdings müssen Fahrgäste auch mit hohen Auslastungen rechnen“, heißt es vom Unternehmen. Das erste Wochenende fällt zusätzlich auf den Start der Pfingstferien in Bayern – „ein Zeitraum, in dem tendenziell schon immer mit höheren Fahrgastzahlen zu rechnen ist“. Das regionale Bahnunternehmen rät daher, Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags zu meiden. Außerdem empfiehlt es, statt in großen Ausflugsgruppen in Kleingruppen zu reisen. Von der Mitnahme von Rädern wird abgeraten, da eine Mitnahme nicht garantiert werden könne.

Einen riesigen Andrang an Kunden verzeichnete am Montagmorgen auch die Deutsche Bahn. Allein in den frühen Morgenstunden seien über die digitalen Kanäle rund 50 000 Tickets verkauft worden, teilte ein Konzernsprecher mit.

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