Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und sein tschechischer Amtskollege Andrej Babiš haben recht. Es ist traurig und peinlich, dass es die Nachbarstaaten Deutschland und Tschechien auch mehr als 35 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht geschafft haben, leistungsfähige grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen auf den Weg zu bringen. Zwischen Bayern und Böhmen betrifft das die Straße, aber viel mehr noch die Schiene. Die Versäumnisse sind auf beiden Seiten der Grenze zu verorten. Zuerst haben – mit Ausnahme der A6 - historische Belastungen rasche Fortschritte blockiert, später war es vor allem Desinteresse. Die bergigen Grenzregionen standen weder in Berlin noch in Prag im Fokus.