Lob für Deutschland
Als eine Art Rollenmodell für andere Verbündete lobte Colby nach Ende der Gespräche im Nato-Hauptquartier Deutschland. Was die Bundesrepublik in den vergangenen 18 Monaten angestoßen habe, sei "eine außergewöhnliche tektonische Verschiebung", ein "historischer Wandel", erklärte er auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland sei von einer weitgehenden Demilitarisierung zu einer sehr schnellen Wiederbewaffnung übergegangen.
Man erlebe zudem ein sehr kooperatives Deutschland und führe sehr ergebnisorientierte Diskussionen über gemeinsame Rüstungsproduktion und andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Zudem verwies Colby auf einen Besuch von Generalinspekteur Carsten Breuer im Pentagon Anfang August, bei dem dieser die USA über Deutschlands neue Militärstrategie und Verteidigungspläne unterrichtet habe. "Genau das wollen wir von unseren Verbündeten sehen. Das erwarten wir von Japan. Das erwarten wir von Kanada", sagte Colby mit Blick auf den Besuch des deutschen Generals.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wertete die Konsultationen und den Überprüfungsprozess positiv. "Es geht um ein stärkeres Europa und ein stärkeres Kanada in einer stärkeren Nato", sagte er bei einem kurzen öffentlichen Auftritt mit Colby.