Das World Food Programme (WFP) bereitet eine Nahrungsmittellieferung für die vielen Obdachlosen auf den Bahamas vor. "Die Agentur hat acht Tonnen fertiger Gerichte gekauft und organisiert den Transport auf die Bahamas", sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stephane Dujarric, in New York. Dort solle die Nahrung an Zehntausende Bedürftige verteilt werden. Acht Tonnen in Amerikanischer Zählweise entsprechen in Deutschland etwa 7,25 Tonnen.
US-Präsident Donald Trump sicherte den Bahamas in einem Telefonat mit Minnis "alle angemessene Hilfe" der USA zu, wie das Weiße Haus mitteilte. Die US-Küstenwache ist bereits mit Hubschraubern auf den Inseln südöstlich des US-Bundesstaats Florida im Einsatz. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau telefonierte nach eigenen Angaben mit Minnis und versprach Unterstützung. Großbritanniens Marine schickte ein Schiff mit Lebensmitteln auf die Bahamas, deren Staatsoberhaupt die britische Queen Elisabeth II. ist.
Am Donnerstag sorgte der Sturm in South Carolina für heftige Windböen, Starkregen und teilweise für Überschwemmungen und Stromausfälle. In der Stadt Charleston etwa standen Teile der Innenstadt unter Wasser. Meteorologen warnten vor Sturmfluten an der Küste durch den vorbeiziehenden Hurrikan.
Das Nationale Hurrikan-Zentrum mahnte auch, der Sturm könnte am Freitag in North Carolina nicht nur sehr nah an die Küste heranreichen, sondern dort womöglich auch auf Land treffen. Entlang der US-Küste war vorab an einigen Orten der Notstand ausgerufen worden, um mögliche Hilfen zu erleichtern. Die Behörden ordneten zum Teil auch Evakuierungen an, es wurden Notunterkünfte eingerichtet.