Ein genereller Aufwärtstrend sei aber nicht zu sehen. "Wir konzentrieren den Einsatz der Fördermittel in Schwerpunktbereichen." Mit neuen Blühstreifen gebe es Erfolge. Auf der Route in Brockum zählten Holy und seine sechs freiwilligen Helfer von 18.40 bis 19.10 Uhr fünf Hähne anhand der Revierrufe. Und einen Hahn, der mit seiner Henne kurz nach Beginn der Zähltour aus dem Feld davonflog.
Warum wird im Halbdunkel gezählt?
Die Zählaktionen finden in der Balzzeit rund um Sonnenuntergang statt. In der Dämmerung fühlen sich die Hähne einigermaßen sicher, um "Alarm zu machen". Ist es zu hell, droht Gefahr durch Habicht und Mäusebussard. Ist es dunkel, können Fuchs und Marder leichte Beute machen.
Laut Monitoring 2025 wurden vergleichsweise hohe Rebhuhn-Dichten erneut in Hessen im Projektgebiet Gießener Land und Wetterau festgestellt. Eine besonders positive Entwicklung wurde im Hessischen Ried und im Gäuboden (Landkreis Straubing-Bogen) beobachtet. In vielen Regionen wie Oberfranken, Göttingen und nördliches Eichsfeld blieb der Rebhuhnbestand stabil.
Die sechs Helfer bei der Zähltour in Brockum nehmen an diesem Abend ein besonderes Natur- und auch Klangerlebnis mit. Für manche sind es erste Erfahrungen mit dem Revierruf des Hahns, der jetzt sicher zugeordnet werden kann.