Vor ausverkauftem Konzert Coburg wartet auf Peter Maffay

Martin Rebhan

Hier haben nicht mal Bürgermeister einen Bonus: Bereits Stunden vor Beginn des ausverkauften Konzertes harrten die Fans vor den Eingängen aus.

Bereits Stunden bevor die Besucher des Konzertes von Peter Maffay auf den Schlossplatz Einlass bekamen, waren die ersten Fans vor den Eingängen und harrten dort mit dem Ziel auf vordere Plätze aus.

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Es war ein „Knochenjob“ in der prallen Sonne sich die Beine in den Bauch zu stehen. „Wer vorne dabei sein will, muss leiden“, erzählte der 56-jährige Bernd Berwind aus Ebern und meinte, dass die eineinhalb Stunden bis zum Einlass schnell vergehen werden. Dass er dann noch zwei Stunden ausharren muss, bis die ersten Akkorde erklingen, ließ er dabei unerwähnt. Auch für Phillip Eberhardt aus Küps ist es ganz normal, Zeit vor den Toren zu investieren. Beide Fans eint eines: Sie waren sich sicher, dass sie von dem Konzert nicht enttäuscht sein werden. „Egal, was gespielt wird, Maffay ist immer gut“, unterstrich Philipp Eberhardt. Gelassener sah das Bürgermeister Udo Siegel aus Großheirath. Ihm war völlig egal, ob er weiter vorne oder eine paar Reihen weiter weg von der Bühne steht.

Silvia und Miriam brauchten sich zunächst nicht anstellen. Als die beiden Frauen aus Ebern in Coburg ankamen, hatten sie noch gar keine Eintrittskarten. Sie gaben sich der Hoffnung hin, die begehrten Tickets vor Ort erwerben zu können. Und sie hatten Glück. Ihnen lief Birgit aus Marburg über den Weg. Zwei ihrer Familienmitglieder mussten kurzfristig die Reise aus Hessen absagen. Und somit wendete sich für die drei Damen alles zum Guten.

Als ein ausgemachter Maffay-Fan entpuppte sich der Lautertaler Bürgermeister Karl Kolb. „Ich war bestimmt schon auf 20 Konzerten von Peter Maffay“, erzählte er und ergänzte: „Es waren alles tolle Ereignisse“. Diesmal freute er sich auf seinen Lieblingssong „Und es war Sommer“.

Dass das „park and ride“-Angebot sehr gut angenommen wurde, zeigten die proppenvollen Busse, die die Konzertbesucher in die Innenstadt brachten. Erstaunlich war, dass sich die langen Schlangen, die sich an den beiden Eingängen rechts und links der Ehrenburg bildeten, nach Öffnung der Eingangstore schnell auflösten. Etwa zehn Minuten nachdem der erste Besucher den Schlossplatz betreten hatte, war der Spuk vorbei und die Warterei hatte ein vorläufiges Ende. Jetzt hieß nur noch zwei Stunden am Platz ausharren, bis es richtig los ging.